Fernlehre, Online-Prüfungen, virtuelle Studienkolleg*innen – Corona hat das Studienleben nachhaltig verändert. Den thematischen Einstieg zur Veranstaltung an der FH St. Pölten bietet die Keynote von Univ.-Prof. Dr. Dr. Christiane Spiel “Studieren unter COVID-19 Bedingungen“. Veröffentlicht wurde auch der Ergebnisbericht zur Studie “Zwei Jahre Pandemie: Universitätsprofessor*innen ziehen Bilanz” von Andreas Pfaffel, Brigitte Ecker (WPZ Research), in Kooperation mit Christiane Spiel & Bernhard Keppler (UPV – Verband der Professorinnen und Professoren der österreichischen Universitäten).

Mehr Informationen zur Studie

In 2019, the European Commission and the OECD initiated the Labour Market Relevance and Outcomes of Higher Education – LMRO Partnership Initiative, a collaborative project with AustriaHungaryPortugal, and Slovenia. The aim was to assist policy makers and higher education institutions to develop effective ways to enhance the labour market relevance and outcomes of higher education for both graduates and the economy. The project conducted country-specific analyses, organises peer-learning activities, and has developed a self-reflection tool for use by higher education institutions to identify and address institutional-level barriers and introduce innovative practices. WPZ Research supported the organisation of international peer-learning events.

Bildnachweis: IStock, Kasto80

 

Eigenfinanziertes Projekt. Andreas Pfaffel, Brigitte Ecker (WPZ Research), in Kooperation mit Christiane Spiel & Bernhard Keppler (UPV – Verband der Professorinnen und Professoren der österreichischen Universitäten).

Die COVID-19-Pandemie hatte aus Sicht der österreichischen Universitätsprofessor*innen sowohl negative als auch positive Effekte. Es kam zu einer Verringerung der Forschungskooperationen mit anderen Universitäten und der Wirtschaft, zu viel Online-Lehre mit einem sehr hohen Aufwand für die Unterrichtsvorbereitung, einem überbordenden Verwaltungsaufwand und psychischer Belastung. Als positiv wahrgenommen wurde ein allgemein gestiegenes öffentliches Interesse an Forschung, die technische Aufrüstung der Hörsäle, ein hoher Kompetenzzuwachs in der Online-Lehre und der zeitsparende Zugang zu Online-Meetings und Online-Konferenzen.

Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des unabhängigen und gemeinnützigen Forschungsinstituts WPZ Research in Kooperation mit dem Verband der Professorinnen und Professoren der österreichischen Universitäten (UPV) an der über 100 Universitätsprofessor*innen im April/Mai 2022 teilnahmen. Ziel dieser Befragung war es, die Situation an den Universitäten nach zwei Jahren Pandemie sowie künftige Entwicklungen mit Fokus auf Forschung, Lehre und Verwaltung aus Sicht der Universitätsprofessor*innen zu erfassen.

Zum Ergebnisbericht

Für die Eurozone sind die Wachstumsaussichten als Folge des Ukraine-Kriegs laut jüngster Prognosen für 2023 besonders niedrig, mit einem Viertelprozent nahe null. Da sich das Wachstum nicht genau vorhersagen lässt und meistens optimistischer als die Realität ausfällt, heißt das: womöglich negativ. Österreich wird nicht explizit erwähnt, aber für Deutschland als wichtigstem Handelspartner wird bereits ein negatives Wachstum prognostiziert, was eine Folge der steigenden Energiepreise ist.

Besonders hoch wird 2023 demnach das Wirtschaftswachstum in Saudi-Arabien (als Folge steigender Öl-Exporte), China, Indien und Indonesien ausfallen (je rund 5 %), wobei angemerkt werden muss, dass diese Zahlen nicht um das Bevölkerungswachstum korrigiert sind, sondern sich auf die absolute Größe der Volkswirtschaft beziehen. Auch ist es im Moment wohl noch schwieriger als normalerweise, eine Vorhersage für den Rohstoffmarkt 2023 zu treffen.

Der Gaspreis betrug in der EU im Jänner 2021 ca. € 20 / MWh , und nun im September 2022 ca. € 200 / MWh. Der Gaspreis hat sich also verzehnfacht, beim Strompreis ist es ähnlich (von € 40 /MWh auf ca. € 400 / MWh). Der Anteil der Energiekosten am BIP ist in Deutschland von 3,8 % auf 9,8 %, in Italien von 5 % auf 13,5 % gestiegen.

Allerdings: Wenn aufgrund der höheren Energiepreise die Produktion reduziert wird, reduziert sich auch die Nachfrage nach Energie. So berichtet das Handelsblatt in einem Artikel vom 28. September 2022, dass der Ölpreis auf den tiefsten Stand seit Jänner gefallen ist und die weitere Entwicklung davon abhängt, wie Saudi-Arabien reagieren wird. Somit sind Prognosen derzeit noch schwieriger zu treffen als sonst.

Links:

Bericht OECD: https://www.oecd-ilibrary.org/economics/oecd-economic-outlook/volume-2022/issue-1_ae8c39ec-en

Artikel Handelsblatt (nur im Abonnement verfügbar): https://epaper.handelsblatt.com/article/11/11/2022-09-28/30/-1

The next HEInnovate webinar “Student entrepreneurship and competitions” will take place on Thursday, the 29th September 2022 at 5pm CEST.

This webinar  will explore ways in which student entrepreneurship is promoted, the role of entrepreneurship competitions and examples of entrepreneurship journeys from the students themselves.

The webinar will be moderated by Rebecca Allinson, a Managing Partner at Technopolis Group and it will engage:

  • Alberto Corti, the Head of Partnerships and Development at the Stockholm School of Entrepreneurship (SSES). Alberto oversees the initiatives for entrepreneurship educators at SSES and has deep knowledge and understanding for student activities
  • Minna Melleri, Chief of Advocacy and Growth at JA Europe. Minna leads JA Europe’s outreach and communications as well as the organisation’s policy work. She is also responsible for the annual Gen-E European Entrepreneurship Festival (www.gen-e.eu) which combines two annual European entrepreneurship contests for the winners of JA Company Programme and the JA Start-Up Programme from 41 countries.
  • A team of three, the co-funders of Drug n Drop will be presenting their entrepreneurial journey: Nikolas Spyrellis, an active and ambitious young professional, with a wide variety of interests and experiences from entrepreneurship to sports, to travelling.  Alexia Vasilaki has great interest in Entrepreneurship and Business Strategy. She is actively engaged with entrepreneurship both as a young entrepreneur and as the Executive Assistant to the CEO at JA Europe. Giannis Spyrellis, is passionate about Pharmacy, Business and Entrepreneurship, and serving as the Chief Scientific Officer at Drug and Drop while being enrolled in a Bachelor’s degree in Pharmacy is the perfect way to combine them.

Participation in the webinar requires registration, please click on this link to register.

After registering, you will receive a confirmation email containing information about joining the webinar.

We look forward to welcoming you at the webinar!

The HEInnovate Team

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To learn more about HEInnovate please visit: https://heinnovate.eu

Zusammenfassung von Bruno Lindorfer und Sascha Sardadvar.

Die EU-Kommission (über die Generaldirektion Forschung und Innovation) behandelt in Kapitel 5 des „SRIP“ („Science, research and innovation performance of the EU 2022“) unter anderem die wachsende Bedeutung unternehmerischer Investitionen in geistiges Eigentums, welche durch die Covid-Pandemie noch beschleunigt wurde. Unternehmen, die mehr solcher Investitionen tätigen, wachsen dem Bericht zufolge auch schneller. Ist der Zusammenhang wirklich so eindeutig? Wenn ja, warum wird dann nicht noch mehr in geistiges Eigentum investiert? Bei genauerer Ansicht des zugrundeliegenden Artikels von McKinsey stellt sich heraus, dass eine Korrelation besteht, über die Kausalität jedoch keine eindeutige Aussage getroffen wird.

Richtig ist jedenfalls, dass die Bedeutung digitaler Dienstleistungen global stetig zunimmt. Dazu passt ein Artikel in der Ausgabe des Handelsblatts vom 19. September 2022, der dazu anregt, die Debatte um Globalisierung und Deglobalisierung aus anderer Perspektive wahrzunehmen. Die globalen Datenströme lassen sich messen, und allein von 2005 bis 2014 hat sich demnach das zwischen den großen Wirtschaftsräumen ausgetauschte Datenvolumen um das 45-fache erhöht. Der globale Warenhandel mag stagnieren oder sogar rückläufig sein, aber wenn gleichzeitig geistiges Eigentum an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnt und der Handel damit ebenfalls steigt, ändert sich vielleicht das Wesen der Globalisierung, aber sie endet nicht hier.

Eine andere Frage ist, warum sich die Disparitäten innerhalb der EU auch hier in bekanntem Muster abbilden: Unter den neun abgebildeten EU-Mitgliedstaaten zeigen (2017) Schweden, Frankreich, Dänemark, die Niederlande und Finnland mit neun bis zwölf Prozent des BIP die höchsten Anteile an Investitionen in immaterielle Güter als Anteil am BIP, Deutschland sieben Prozent, Italien, und Spanien sechs Prozent, Griechenland drei Prozent (a.a.O., Abb. 5.1-1). Ähnlich die Statistik zum Anteil der Beschäftigten, die einen Rechner mit Internetzugang nutzen (2020): Im Spitzenfeld liegen Schweden, Finnland, Dänemark und die Niederlande, zurück Portugal, Lettland, Ungarn, Griechenland (a.a.O., Abb. 5.3-11). Investitionen in Humankapital (Ausgaben für Ausbildung als Anteil am BIP, 2019): Hohe Werte zeigen Schweden, Dänemark und Belgien, niedrige Irland, Rumänien und Italien (a.a.O., Abb. 5.4-1). („Anteil am BIP“ bedeutet, dass ein höheres BIP den Nenner erhöht und den Wert somit drückt, allerdings sind Lehrkräfte in Ländern mit höherem BIP i.d.R. aufgrund des höheren Lohnniveaus auch teurer.)

In Kapitel 5 wird auch festgestellt, dass F&E in der EU absolut zunimmt, global jedoch relativ zurückgeht. Ferner wird veranschaulicht, dass ein Zusammenhang zwischen den Bildungsausgaben, Patentierungen und BIP je Einwohner besteht. All dies lässt einerseits erahnen, dass die Wohlstandsgefälle innerhalb der EU noch Jahrzehnte bestehen bleiben oder sich sogar noch verstärken werden. Andererseits gibt es innerhalb der EU offenbar noch viel ungenutztes Potenzial.

 

Links:

SRIP 2022: Science, research and innovation performance of the EU 2022 – Publications Office of the EU (europa.eu)

Artikel von McKinsey: https://www.mckinsey.com/capabilities/growth-marketing-and-sales/our-insights/getting-tangible-about-intangibles-the-future-of-growth-and-productivity

Artikel im Handelsblatt: https://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/globale-trends/globale-trends-olaf-scholz-und-die-falschen-aengste-vor-einer-deglobalisierung/28688364.html

Laufend, eigenfinanziertes Projekt.

Die Studie stützt sich auf eine Analyse von über 1.200 Bachelor-Curricula an insgesamt 19 öffentlichen Universitäten in den drei Ländern, mit dem Ziel festzustellen, inwiefern „transversal skills“ als wichtige Kompetenzen zur Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit von Absolvent*innen in den Curricula verankert sind. Die Ergebnisse zeigen Unterschiede zwischen den drei nationalen Hochschulsystemen auf, aber auch innerhalb dieser Systeme. Die Studie wird im Herbst 2022 im Routledge Verlag publiziert.

Verena Régent präsentiert am 17. September 2022 bei der EACES-Konferenz (17th European Association for Comparative Economic Studies Conference) – https://www.eacesconference.eu/ die Studie des WPZ Research zum Thema „Transversal skills in higher education curricula – empirical evidence from Austria, Ireland and Portugal”. Die Studie stützt sich auf eine Analyse von über 1.200 Bachelor-Curricula an insgesamt 19 öffentlichen Universitäten in den drei Ländern, mit dem Ziel festzustellen, inwiefern „transversal skills“ als wichtige Kompetenzen zur Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit von Absolvent*innen in den Curricula verankert sind. Die Ergebnisse zeigen Unterschiede zwischen den drei nationalen Hochschulsystemen auf, aber auch innerhalb dieser Systeme. Die Studie wird im Herbst 2022 im Routledge Verlag publiziert.

Zusammenfassung von Bruno Lindorfer und Sascha Sardadvar.

Kapitel 4 des „SRIP“ („Science, research and innovation performance of the EU 2022“) behandelt die Entwicklung der Produktivität (= Bruttowertschöpfung je Arbeitsstunde), Unternehmensgründungen (Start-ups) und digitale Fertigkeiten. Die Entwicklung während der 2010er-Jahre ist in der EU grundsätzlich enttäuschend: Die Produktivität stieg demnach 2010-2019 um 11 % an, das entspricht gerade 1,1 % jährlichem Wachstum. Wir kommen in unseren Berechnungen, die auf EU-offiziellen Daten von Eurostat basieren, nach Marktwerten (EU: Kaufkraftparitäten) zu Preisen von 2010 (EU: 2017) sogar auf nur 9,82 % kumulatives Wachstum.

Robert Solow hat mit seinen Arbeiten zum Wirtschaftswachstum 1956 die theoretische Makroökonomik revolutioniert und 1957 auch eine empirische Schätzung zum technologischen Fortschritt in den USA in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewagt. Es war wesentlich höher, trotz Wirtschaftskrise, trotz Weltkriegen. Er hat 30 Jahre später einen prägnanten und gern zitierten Satz gesagt, der auch im SRIP wiedergegeben wird: „You can see the computer age everywhere but in the productivity statistics.“

Noch einmal 35 Jahre später ist wissenschaftlich weiterhin ungeklärt, warum sich trotz fortschreitender Digitalisierung das Produktivitätswachstum tendenziell verlangsamt. Es existieren verschiedene plausible Erklärungsansätze, darunter die zunehmende Bedeutung des tertiären Sektors (in dem der technologische Fortschritt eine geringere Rolle spielt) oder methodische Probleme bei der Messung technologischen Fortschritts an sich (ein Beispiel: wie soll das Streaming-Zeitalter im Vergleich zum Schallplatten-Zeitalter in Geldeinheiten bewertet werden?). Weitere mögliche Gründe: Der Zeitversatz zwischen Einführung neuer digitaler Technologien und deren Auswirkung auf die Produktivität scheint tendenziell größer zu werden. Zum Teil sei auch zu beobachten, dass die Trennung sowohl bei den EU-Ländern als auch bei den Unternehmen, in solche, die IKT schnell nutzen, und solche, die nachhinken, immer größer wird. Besonders wichtig seien daher Maßnahmen zur Beschleunigung der Diffusion von IKT-Wissen in alle Länder und Unternehmen. Einige Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler meinen aber auch, dass die Wirkung von IKT auf die Produktivität oft überbewertet werde: „ICT is not plug and play!“

Eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung technologischen Wissens spielen Start-ups, wie WPZ Research in mehreren Studien gezeigt hat. Einerseits gibt es in der EU Erfolgsmeldungen wie in Frankreich, wo in den letzten Jahren mehrere Reformen durchgeführt wurden und einige Start-ups zu Einhörnern (= Marktwert von über € 1 Mrd.) herangewachsen sind. Andererseits liegt die EU hier weiterhin hinter den USA zurück. Ein Grund, aber sicherlich nicht der einzige, sind die digitalen Fertigkeiten der Beschäftigten, wobei die EU auch hier sehr heterogen ist, quer durch Länder, urbane und rurale Regionen sowie Altersgruppen. All das gilt nach allen unseren Kenntnissen im Kleinen auch für Österreich.

 

Links:

SRIP 2022: Science, research and innovation performance of the EU 2022 – Publications Office of the EU (europa.eu)

Zitierte Artikel von Robert Solow: https://academic.oup.com/qje/article-abstract/70/1/65/1903777?login=false und https://www.jstor.org/stable/1926047

Zitierte Studien von WPZ Research: https://repository.fteval.at/566/ und https://www.wpz-research.com/spin-off/

 

Zusammenfassung von Bruno Lindorfer und Sascha Sardadvar. 

Die EU-Kommission (über die Generaldirektion Forschung und Innovation) behandelt in Kapitel 2 des „SRIP“ („Science, research and innovation performance of the EU 2022“) die Position der EU in der globalen Forschungs- und Innovationslandschaft. Die EU, USA und (Teile von Ost-)Asien sind nach wie vor global führend in der R&I (Forschung und Innovation), wobei aber Asien, insbesondere China und Südkorea, sich bei allen relevanten Indikatoren schneller entwickelt. Die Stärken der EU liegen in fortgeschrittener Verarbeitung (F&E-intensive Produktion, „advanced manufacturing“) und modernen Werkstoffen, Schwächen verortet die EU-Kommission v.a. in den IKT, insbesondere künstlicher Intelligenz, Big Data, Cloud Computing, Informationssicherheit („cybersecurity“), Robotik und Mikroelektronik. Eine aufschlussreiche Tabelle (2.1-1) zeigt, wie sich die EU im Vergleich zu den USA, China, Japan und Südkorea positioniert sieht. Rückstände zeigt die EU v.a. bei den Ausgaben für F&E als Anteil am BIP sowie unternehmerisch finanzierter F&E.

Kapitel 3 geht auf den Konnex von R&I und Nachhaltigkeit ein. Die EU ist in einigen relevanten Bereichen führend, darunter dem Patentierungswesen in den Bereichen Klimawandel, Umwelt und saubere Energien. 2018 gab es in der EU ca. 4,4 Millionen Jobs „grüne Jobs“ (Jobs in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz). Allerdings müsste die EU künftig noch mehr in Ausbildung und Umschulung jener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer investieren, die noch in CO2-intensiven Branchen arbeiten. Benötigt wird dazu u.a. verstärkte Qualifizierung in Richtung „twin transition“ der EU (grüne Technologien, Digitalisierung), der aktuelle Umfang der Aktivitäten reicht nicht aus, um die Ziele des Europäischen Grünen Deal zu erreichen.

Es gibt auch einen Index und eine eigene Publikation der EU-Kommission zum Thema Transformation (Transitions performance index), bei dem Umweltschutz hier zwar nur eine von vier Dimensionen ist, aber gesondert analysiert wird. Österreich liegt hier leider global nur an 34. und innerhalb der EU nur an 21. Stelle. Besonders schlecht schneidet Österreich beim Indikator „materieller Fußabdruck“ ab (Verbrauch von Biomasse, fossilen Brennstoffen, Eisen- und Nichteisenerzen je Einwohnerin und Einwohner), was jedoch, wie die EU-Kommission selbst betont (S. 86), typisch für wohlhabende Staaten ist (hohe Einkommen bedeuten großen Verbrauch). Bei Ausstoß von Treibhausgasen liegt Österreich global allerdings auch nur an 47. Stelle, was zwar typisch für Industriestaaten ist, nichtsdestoweniger viel Verbesserungspotenzial anzeigt (zum Vergleich: die Schweiz liegt an 26., Ungarn an 31. Stelle).

 

Links:

SRIP 2022: Science, research and innovation performance of the EU 2022 – Publications Office of the EU (europa.eu)

Europäischer Grüner Deal: https://ec.europa.eu/info/strategy/priorities-2019-2024/european-green-deal_de

Transitions performance index: https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/50fff167-a34e-11ec-83e1-01aa75ed71a1

Zusammenfassung von Bruno Lindorfer und Sascha Sardadvar. 

Die EU-Kommission (über die Generaldirektion Forschung und Innovation) behandelt in Kapitel 1 des „SRIP“ („Science, research and innovation performance of the EU 2022“) die Auswirkungen der Covid-Krise und Wege zur wirtschaftlichen Erholung. Wenig überraschend sind F&E in der Pharmaindustrie und IKT deutlich gewachsen, in den meisten Branchen aber zurückgegangen. Ähnliches gilt für wissenschaftliche Publikationen. Weiters konstatiert die EU-Kommission, dass insbesondere junge Forscherinnen und Forscher überproportional unter Covid und den eingeschränkten Möglichkeiten zu Studien und Forschungsreisen litten.

Ein eigener Abschnitt wird der Frage gewidmet, ob Europäerinnen und Europäer weiterhin Vertrauen in die Wissenschaft hätten. Angesichts der Bedeutung, die die EU der FTI-Politik (Forschung, Technologie, Innovation) widmet, macht allein die Fragestellung deutlich, dass sich im Zuge der Krise etwas geändert hat. Bemerkenswerterweise geht der Bericht nicht darauf ein, dass ein Zusammenhang zwischen der wachsenden Bedeutung der Pharma-Branche und der Reputation selbiger mit dem öffentlichen Vertrauen bestehen könnte. (So lautet eine Überschrift zu einem Artikel im Handelsblatt: „70.000 Opfer in einem Jahr: Die Killerdroge Fentanyl erschüttert Amerika“; Anm.: Fentanyl ist ein als Schmerzmittel verschriebenes Opioid, dessen Absatz von den Herstellern in den USA seit den 1990er-Jahren gezielt gestützt wurde.)

Es ist zweifellos ein Alarmsignal, wenn das Vertrauen in die Wissenschaft sinken sollte. Die EU-Kommission konstatiert im Bericht, dass objektiver Erfolg (der Covid-Impfungen) nicht als solcher wahrgenommen werde. Allerdings sei das Vertrauen in die Wissenschaft wesentlich größer als in Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Als Ursache wird ausgemacht, wie Wissenschaft in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, insbesondere bei wissenschaftlichen Disputen und entsprechend widersprüchlichen Aussagen.

Als Ökonominnen und Ökonomen wissen wir nicht erst seit der Finanz- und Eurokrise sehr gut Bescheid, wie sich eine unverschuldete Krise auf die eigene Reputation auswirken kann. Als ob „die Ökonominnen und Ökonomen“ je eine Unfehlbarkeit der Finanzmärkte gepredigt hätten. Es kommt auch darauf an, welche Ansichten die breite Öffentlichkeit erreichen – nicht zuletzt über die Kanäle der Governance.

Links:

SRIP 2022: Science, research and innovation performance of the EU 2022 – Publications Office of the EU (europa.eu)

Zitierter Artikel im Handelsblatt: https://www.handelsblatt.com/politik/international/rauschgift-70-000-opfer-in-einem-jahr-die-killerdroge-fentanyl-erschuettert-amerika/28652120.html

 

 

Zusammenfassung von Bruno Lindorfer und Sascha Sardadvar. 

Neben anderen Berichten zur Innovationsfähigkeit veröffentlicht die EU-Kommission (über die Generaldirektion Forschung und Innovation) auch den „SRIP“, kurz für „Science, research and innovation performance of the EU 2022“, mit dem Untertitel „Building a sustainable future in uncertain times“. Mit dem Punkt „Think the unthinkable (and be prepared for it)” wird ein vergleichsweise neuer Hauptstrang der Forschungs- und Innovationspolitik eingeführt, über den v.a. die Resilienz gestärkt werden soll. Ansonsten dominiert die Sorge, technologisch den Anschluss zu verpassen, v.a. gegenüber China (das wesentlich häufiger als die USA genannt wird).

Bevor auf den Bericht näher eingegangen wird, sollte vielleicht daran erinnert werden, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung der Eurozone seit Ausbruch der Wirtschafts-, Finanz- und Währungskrise noch immer nicht erholt hat. Die Wirtschaftsleistung der zwölf Gründungsmitglieder des Euro zusammengenommen lag – gemessen am realen, absoluten BIP – 2021 um 8,31 % höher als 2008, sie ist also pro Jahr um gerade 0,62 % gewachsen. Das liegt nicht nur an der Corona-Krise, denn es dauerte bis 2015, ehe die zwölf Länder zusammen wieder das Niveau von 2008 erreicht hatten. Es liegt auch nicht am Ukraine-Krieg, der 2021 noch gar nicht ausgebrochen war. Es ist daher sicher sinnvoll, in einem 797 Seiten starken Bericht zu überlegen, wie man die technologische Position der EU verbessern kann, auch wenn angemerkt werden muss, dass der Konnex Euro und Krise auffallend gemieden wird.

Der Bericht formuliert sechs Handlungsrichtlinien für die zukünftige Gestaltung von F&E:

  • Build forward better in a post-pandemic world
  • (Re)gain competitiveness
  • Think the unthinkable (and be ready for it)
  • Leverage businesses, institutions and people
  • Connect actors and address disparities
  • Ensure R&I friendly conditions

So wird ausgeführt, dass die EU zwar noch immer stark sei in der F&E („EU is an R&D powerhouse“), dass aber die Position der EU erodiere. China sei zum globalen Führer bei vielen Technologien und auch bei wissenschaftlichen Publikationen geworden, während sich in der EU die Dynamik in der F&E verlangsamt habe. Ferner hat die EU, anders als China, seit Beginn der Covid-Krise einen Rückgang beim Produktivitätswachstum hinnehmen müssen.

Hinsichtlich der Herausforderungen der „twin transition“ („European Green Deal“, Digitalisierung) wird festgestellt, dass deutlich mehr Forscherinnen und Forscher sowie Ingenieurinnen und Ingenieure für Themen wie künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 etc. benötigt werden. Das auch vor dem Hintergrund, dass eine technologische Souveränität der EU angestrebt wird und das ursprünglich für 2020 vorgesehene Ziel, 3 % des BIP für F&E aufzuwenden, auf EU-Ebene weit verfehlt wurde (2020: 2,3 %). Ein Weg dazu wäre, den Fokus mehr als bisher auf die rasche Umsetzung von Forschungsergebnissen in wettbewerbsfähige Produkte (inkl. Dienstleistungen) für die Weltmärkte zu legen. Ein zusätzliches Problem sei, dass sich die räumlichen Unterschiede hinsichtlich der Innovationsfähigkeit innerhalb der EU eher noch verstärken.

Links:

SRIP 2022: Science, research and innovation performance of the EU 2022 – Publications Office of the EU (europa.eu)

Offizielle Daten zum BIP: https://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/show.do?dataset=nama_10_gdp&lang=de

 

Im Rahmen der EAIR Konferenz 2022 (Track 4) diskutiert Dr. Verena Régent die Frage, inwiefern der Anspruch der internationalen Mobilität in Forschendenkarrieren bestimmte Personen(-gruppen) aus einer akademischen Laufbahn ausschließt, wenn sie diesem aufgrund persönlicher oder struktureller Mobilitätshindernisse nicht nachkommen können. Der Beitrag basiert auf den Ergebnissen einer Interviewstudie mit 50 Teilnehmer:innen an Stipendien- und Kooperationsprogrammen des BMBWF (Ecker et al., 2022) und beleuchtet vor allem soziale, ökonomische und kulturelle Mobilitätshemmnisse. Zudem geht der Beitrag darauf ein, inwiefern virtuelle Mobilitäten als Ergänzung oder Alternative zur physischen Mobilität zu mehr Inklusion führen können.

Mehr zu EAIR 2022

Bildnachweis: Prostock-Studio

The HEInnovate webinar “Embedding SDGs in HE practices” will take place on Thursday, the 8th  September 2022 at 5pm CEST.

This webinar will explore the ways in which higher education institutions are working towards achieving the Sustainable Development Goals (SDGs), through which activities they are embedding the SDGs in their practices and how sustainability links with higher education innovation. The event will be moderated by Fiona Godsman, a member of the HEInnovate expert group and it will engage:

  • Isabel Toman, Programme Officer at IAU’s Secretariat and part of IAU HESD, Higher Education and Research for Sustainable Development. Isabel will provide an overview on the subject of higher education and sustainable development and the activities of the International Alliance of University
  • Charles Hopkins, UNESCO Chair at York University, Canada and Helen Balderama, Director, Global Engagement and Partnerships at York University, Canada, who will discuss education as enabler of the SDGs and showcase initiatives of York University in reorienting education towards sustainability
  • Paul Walsh, Vice President of Education of the UN Sustainable Development Solutions Network (SDSN) and Director of Education of the SDG Academy. Paul will talk about HE sustainable transformation through open access of quality education resources

Participation in the webinar requires registration, through the following link

Die EU-Kommission hat dieser Tage den Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (The Digital Economy and Society Index, kurz „DESI“) für 2022 veröffentlicht, einer auf 32 Indikatoren basierenden Reihung der EU-Mitgliedstaaten in den Dimensionen Humankapital, Konnektivität, Integration digitaler Technologien und digitale öffentliche Dienste. 

Österreich liegt demnach im vorderen Mittelfeld auf Rang zehn, auf den ersten fünf Rängen liegen ausschließlich nord- und westeuropäische Mitgliedstaaten (Finnland, Dänemark, Niederlande, Schweden, Irland). Eine spezielle Statistik zeigt die relative Entwicklung seit 2017, demnach hat sich Österreich in den letzten fünf Jahren im Vergleich zu allen Mitgliedstaaten nur unwesentlich verändert. Mit anderen Worten: Die Entwicklung Österreichs verlief insgesamt parallel zur gesamten EU. Wie bei allen Reihungen, die sich aus zahlreichen Indikatoren zusammensetzen, hängt das Ergebnis von der Auswahl und Gewichtung der einzelnen Indikatoren ab. Es lohnt sich daher, sich diese genauer anzusehen.

Relativ gut liegt Österreich bei digitalen öffentlichen Diensten und Humankapital, wobei hier angemerkt werden muss, dass die EU-Kommission selbst hervorhebt, dass der EU-Arbeitsmarkt von einem generellen Mangel an IKT-Fachkräften betroffen ist. Einen besonders niedrigen Wert weist Österreich beim Einzelindikator „Unternehmen, die eine IKT-Weiterbildung anbieten“ innerhalb der Dimension Humankapital auf. Dieser Einzelindikator findet sich auch im Europäischen Innovationsanzeiger (European Innovation Scoreboard, kurz „EIS“) und ist sehr volatil, Österreich rangierte in diesem Bereich 2017 sogar auf Rang eins. Angesichts der Bedeutung von IKT-Weiterbildung könnten die Ursachen für diesen statistischen Absturz relevant sein. Eine Herausforderung für Österreich ist der Bereich Konnektivität: Bei der Abdeckung mit Festnetzen mit sehr hoher Kapazität und deren Nutzung liegt Österreich weit unter dem EU-Durchschnitt, die Versorgung mit höheren Geschwindigkeiten in ländlichen Gebieten wird von der EU-Kommission wörtlich als „nach wie vor die größte Hürde“ für Österreich beschrieben.

Link

 

Österreichische Unternehmen sind bereits zum dritten Mal Teil eines europäischen Technologiekonsortiums. Insgesamt engagieren sich 35 Unternehmen aus 15 Ländern an dem Important Project of Common European Interest (IPCEI) „Hy2Tech“, darunter auch vier Technologie-Frontrunner aus Österreich.

Im Zentrum steht die Entwicklung von Innovationen in vier Technologiefeldern entlang der europäischen Wasserstoff-Wertschöpfungskette: Gewinnung, Transport und Speicherung von Wasserstoff sowie Wasserstoff-Brennstoffzellen.

GRÜNER Wasserstoff ist eine wichtige Säule in der Defossilierung der EU und damit bei der Reduktion des CO2‑Emissionen der EU. Wasserstoff kann vielfach genutzt werden, um fossile Energieträger (Kohle, Öl, Erdgas) zu substituieren. Aus grünem Wasserstoff können z.B. synthetische CO2‑neutrale Kraftstoffe gewonnen werden (sog. „e‑fuels“) als Ersatz für fossilen Benzin, Diesel oder Kerosin. Auch in der chemischen Industrie kann z.B. Erdgas durch grünen Wasserstoff ersetzt werden. Im Hinblick auf die Reduktion der CO2‑Emissionen ist es wichtig, dass es grüner Wasserstoff ist, der aus Wasser mit Elektrolyse und erneuerbarem Strom gewonnen wird.

GRAUER Wasserstoff wird mittels Dampfreformierung aus Methan (Erdgas) erzeugt, wobei das dabei entstehende CO2 direkt in die Atmosphäre abgegeben wird. Grauer Wasserstoff ist also betr. CO2‑Emissionen gleich schlecht wie fossiles Erdgas.

Sogenannter BLAUER Wasserstoff wird ebenfalls aus Methan (Erdgas) erzeugt, das dabei entstehende CO2 wird mittels der Carbon Capture and Storage‑Technik (CSS) unterirdisch gelagert oder industriell genutzt. Somit kommt es beim blauen Wasserstoff zu keinen CO2‑Emissionen. Als TÜRKISEN Wasserstoff bezeichnet man Wasserstoff, bei dem Erdgas mittels Methanpyrolyse in Wasserstoff und festen Kohlenstoff gespalten wird. Falls die Elektrolyseure aus Atomkraft gespeist werden, bezeichnet man diesen Wasserstoff als ROTEN bzw. ROSA Wasserstoff.

Wasserstoff kommt in der Erdkruste – anders als die fossilen Energieträger – nicht natürlich vor und muss daher durch den Einsatz sehr großer Mengen erneuerbarer, elektrischer Energie erzeugt werden. Zur Erzeugung von grünem Wasserstoff mit Elektrolyse braucht man ca. 50 kWh/kg H2. Bei der Herstellung von grünem Stahl mit grünem Wasserstoff benötigt man z.B. ca. 4300 kWh erneuerbaren Strom je Tonne Rohstahl. 

Die VOEST‑ALPINE würde z.B. ca. 33 TWh p.a. brauchen, um die Rohstahlherstellung von Hochofen‑Koks auf erneuerbaren Wasserstoff umzustellen. Ganz Österreich verbraucht derzeit ca. 66 TWh Strom p.a., die VOEST‑ALPINE würde also halb so viel zusätzlichen, erneuerbaren Strom brauchen, wie ganz Österreich.

Für die Umstellung auf  grünen Wasserstoff gibt es noch erheblichen Forschungsbedarf: Der Wirkungsgrad etlicher Prozesse (z.B. zur Herstellung von synthetischen Kraftstoffen) ist schlecht und muss verbessert werden, für die problematische Lagerfähigkeit und Transportierbarkeit von Wasserstoff müssen neue Lösungen erforscht und kommerzialisiert werden, bei der Werkstoff‑Forschung gibt es noch etliche Herausforderungen (z.B. kann Wasserstoff bei nicht für Wasserstoff optimierten Stahl zur gefürchteten Wasserstoff‑Versprödung führen) etc.

Es bleibt also noch viel zu tun…….

 

Laufend, im Auftrag der FFG.

INNOVATORINNEN hat das Ziel, Frauen in der standortrelevanten Forschung und Innovation gezielt zu unterstützen und sichtbar zu machen. Aufbauend auf Programm-Erkenntnissen von w-fFORTE (Laufzeit 2005- 2021) und Vorarbeiten für einen Innovatorinnen-Piloten (Durchführung von Juni 2020 bis April 2021) sowie einer begleitenden Erhebung werden ab dem Jahr 2022 drei INNOVATORINNEN Schwerpunkte gesetzt, nämlich: Leadership-Programm, Alumnae und neuer INNOVATORINNEN Club. Vor diesem Hintergrund ist es Ziel der Begleitung durch WPZ Research, Evidenzen zur Wirksamkeit der Programmaktivitäten sowie sukzessive mehr über die Arbeits- und Projektrealitäten der Zielgruppe zu erfahren.

WPZ Research GmbH (www.wpz-research.com) mit Sitz in Wien sucht ab sofort eine wissenschaftliche Assistentin bzw. einen wissenschaftlichen Assistenten im sozial-/wirtschaftswissenschaftlichen Bereich.

Wer sind wir?
Ein junges, hoch ambitioniertes Team, welches – national und international gut vernetzt – sich wissens- und wirtschaftspolitischen Fragen widmet. Wir sind sowohl in der Grundlagen- als auch in der angewandten Forschung tätig. Zu unseren Prinzipien zählen Offenheit, Leistungsorientierung, sowie Freude an Herausforderungen und Teamgeist.

Wen suchen wir?
– Student*in am Ende des Bachelors oder am Anfang des Masters

Was bieten wir?

– Anstellung im Ausmaß von bis zu 20 Wochenstunden
– Spannende Projekte
– Die Möglichkeit, Ihr Wissen im sozial-wirtschaftswissenschaftlichen Bereich zu vertiefen
– Anspruchsvolle, interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem engagierten Team
– Flexible Arbeitszeiten, zentraler Standort in Wien, gutes Betriebsklima
– Möglichkeit für Homeoffice
– Vergütung nach FWF-Personalkostensätzen

Bewerbungen bitte an:
Dr. Brigitte Ecker
brigitte.ecker@wpz-research.com

Die Europäische Innovationserhebung (Community Innovation Survey, kurz CIS) wird in Österreich von der Statistik Austria durchgeführt und alle zwei Jahre veröffentlicht, die Daten beziehen sich jeweils auf drei Jahre (aktuell veröffentlicht am 7. Juli 2022).

Für den Zeitraum 2018-2020 ist zum ersten Mal seit der Erhebung für 2010-2012 die Zahl der Unternehmen, die Innovationsaktivitäten gesetzt haben, im Vergleich zum vorangegangenen Beobachtungszeitraum zurückgegangen: 2016-2018 gaben 62,6 % an, Innovationsaktivitäten gesetzt zu haben, 2018-2020 nur 60,0 %. Da der Beginn der Corona-bedingten Rezession in diesen Zeitraum fällt, ist diese auch der Hauptgrund für den Rückgang; 2020 sind auch die F&E-Ausgaben der heimischen Unternehmen deutlich zurückgegangen (vgl. Forschungs- und Technologiebericht 2022).

2021 haben die unternehmerischen F&E-Ausgaben wieder deutlich zugenommen, also ist es durchaus möglich, dass sich der jahrzehntelange Trend zunehmender Innovationsaktivitäten für den nächsten Beobachtungszeitraum 2020-2022 fortsetzt. Demgegenüber steht die derzeit unsichere Wirtschaftslage, eine weitere Rezession ist nicht auszuschließen. Ob sich die Innovationsaktivitäten über drei Jahre gerechnet wieder so rasch erholen werden wie nach der Finanzkrise ist unklar. Da Innovationsaktivitäten typischerweise prozyklisch getätigt werden, bleibt offen, ob der Spitzenwert von 62,6 % im Beobachtungszeitraum 2020-2022 übertroffen werden wird.

Links:

Pressemitteilung der Statistik Austria: https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2022/07/20220707CIS2020.pdf

Forschungs- und Technologiebericht 2022: https://pubshop.bmbwf.gv.at/index.php?rex_media_type=pubshop_download&rex_media_file=ftb_2022.pdf

Die European Kommission hat am 5.7.2022 die COM (2022) 332 publiziert: A New European Innovation Agenda. 

Diese New European Innovation Agenda zielt darauf ab, dass die EU bei „deep tech innovation“ weltweit eine führende Rolle einnimmt. Ein wesentliches Ziel ist dabei, Forschungsergebnisse der Grundlagenforschung schneller am Markt bzw. in erfolgreichen Geschäftsmodellen umzusetzen.

Ebenso findet die Twin Transition der EU (Übergang zu einer grünen und digitalen europäischen Wirtschaft) in der New European Innovation Agenda umfassend Beachtung. Es werden hierzu fünf Flagship‑Actions definiert:

Flagship 1:      Funding for deep tech scale-ups

Flagship 2:      Enabling deep tech innovation through experimentation spaces and public procurement

Flagship 3:      Accelerating and strengthening innovation in European Innovation Ecosystems across the EU and addressing the innovation divide

Flagship 4:      Fostering, attracting and retaining deep tech talents

Flagship 5:      Improving policy making tools

Das EIT wie auch das EIC haben wichtige Schlüsselrollen in der New European Innovation Agenda.

Was bedeutet die New European Innovation Agenda für Österreich?

Österreich ist traditionell stark bei inkrementellen Innovationen, aber eher schwach bei der geforderten massiven Verstärkung in sogenannten „breakthrough deep tech innovations“ (disruptiven Innovationen) und auch historisch schwach bei Venture Capital. Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren die Zahlen der Studienanfänger*innen in den deep tech Fächern (Ingenieurwissenschaften) in Österreich rückläufig sind. Für die Umsetzung der neuen European Innovation Agenda braucht es aber deutlich mehr Absolvent*innen vor allem in den Ingenieurwissenschaften. Auch für die Umsetzung der technischen Konzepte des Green Deals (Wasserstoff‑Technologien, Verbesserung der Wirkungsgrade aller industriellen Prozesse etc.) braucht es in Österreich und der EU künftig deutlich mehr Absolvent*innen in diesem Bereich.

Ferner ist eine noch stärkere Vernetzung von österreichischen Forschungsgruppen mit dem EIT und EIC, die beide in der neuen European Innovation Agenda eine wichtige Rolle spielen, anzustreben. Hierbei kann hilfreich sein, dass von 2020 bis 2024 Österreich mit Dr. Paul Rübig im EIT Governing Board vertreten ist. Letztlich wird es für die großen Herausforderungen auch eine klare Strategie samt konkreten Maßnahmen brauchen, sollen Österreichs Ziele im Rahmen der neuen European Innovation Agenda auch wirklich erreicht werden.

Extended working life in Austria and the EU 28 – how do gender, health and life satisfaction relate to longer working life? What else matters?”. Chapter 2 in: Well-being and Extended working life: A gender perspective, upcoming Routledge book (2022, upcoming).
Link

Laufend, im Auftrag des BMBWF.

Ziel der Studie ist es, die aktuelle und künftige Rolle der Mensa als Versorger am Campus, der Mensa als sozialer Treffpunkt, die Wahrnehmung der Mensa auf Nachfrage- und Anbieterseite sowie die Wahrnehmung der Kommunikation und Information über die Angebote der Mensa an österreichischen Hochschulen zu untersuchen. Im Fokus dieser Studie stehen insbesondere die Mensen der Österreichischen Mensen Betriebsgesellschaft (ÖMBG).

Ökonomisches Gutachten im Auftrag vom Verein zur Revitalisierung und architektonischen Aufwertung der Wiener Gründerzeithäuser, UIrich Schuh, Michaela Gstrein, unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg.

Mit dem Gutachten wurde der Beweis erbracht, dass aufgrund einer Beschränkung der Mieteinnahmen durch das österreichische Mietrechtsgesetz und im Besonderen durch den Wiener Richtwert die privaten Wiener Altbauten nicht in einem ordentlichen Zustand erhalten und die Vermieter keinen Gewinn erzielen können.

Die ÖAWI – die Österreichische Agentur für Wissenschaftliche Integrität stärkt das Bewusstsein für die Standards guter wissenschaftlicher Praxis unter Wissenschaft­lerInnen und in der Öffentlichkeit. Sie festigt die wissenschaftliche Verantwortung und stellt die Einhaltung der daraus abgeleiteten Richtlinien sicher. Aufklärung und Vermeidung wissenschaftlichen Fehlverhaltens – nicht dessen Sanktionierung – stehen im Fokus der Tätigkeiten. 

WPZ Research ist seit April 2022 außerordentliches Mitglied der ÖAWI und bekennt sich durch diesen Beitritt zu den Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis und verpflichtet sich, aktiv zur
Integrität des Wissenschaftssystems beizutragen.

Zwei statistische Ausreißer kaschieren Österreichs chronischen Mangel an Wagniskapital

Mit GoStudent und Bitpanda haben es zwei österreichische Start-ups zum „Einhorn“ gebracht (= Marktbewertung von über einer Milliarde US-Dollar). EY meldet für Österreich einen Rekord bei Investitionen. Abgesehen von diesen erfreulichen Nachrichten liegt Österreich bei der Start-up-Finanzierung weit hinter vergleichbaren Ländern. Im Europäischen Innovationsanzeiger der EU-Kommission (European Innovation Scoreboard) rangiert Österreich beim Indikator „Venture capital expenditures“ innerhalb der EU 2021 auf Platz 20. Nach Daten von Invest Europe (auf denen auch die Berechnungen der EU-Kommission basieren) lag Österreich 2020 hinter allen westeuropäischen Ländern; der Anteil des investierten Wagniskapitals (ausländisch + inländisch) am BIP ist beim Spitzenreiter Finnland mehr als siebenmal so hoch.

Zwischen Berlin und Paris findet ein „Start-up-Duell“ statt (Handelsblatt), die Früchte der Reformen, die in Deutschland und Frankreich in den letzten Jahren in die Wege geleitet wurden. Wenig beachtet stellt Österreich einen Rekord: Abgesehen von Luxemburg war 2020 nach Daten von Invest Europe in keinem anderen Land der Anteil ausländischen Wagniskapitals so hoch. Was in anderen Branchen als Beleg für die Attraktivität des Standorts gesehen werden könnte, ist im Bereich der Wagniskapital-Finanzierung ein Ausdruck eines unausgereiften Kapitalmarkts. Denn bei Wagniskapital spielt die Bindung zwischen Investor (der Wagniskapital-Gesellschaft) und investiertem Unternehmen (den Start-ups) eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund ist räumliche Nähe wichtig, und aus diesem Grund konzentrieren sich Wagniskapital-Gesellschaften und Start-ups typischerweise auf engem geografischen Raum (typischerweise außerhalb Österreichs).

Eine tragende Rolle bei der Start-up-Finanzierung in Österreich nimmt die staatliche aws ein. Ohne einer ergänzenden Strategie, wie die Start-up-Finanzierung innerhalb Österreichs attraktiver gestaltet werden kann, wird es nicht möglich sein, das Regierungsziel einer Erhöhung des Volumens der Wagnisfinanzierung bis 2030 auf 0,1 Prozent zu erreichen. Vorschläge, diesem Ziel näherzukommen, sind von WPZ Research in der Vergangenheit mehrfach publiziert worden.

 

Quellen und Verweise:

EY: https://www.ey.com/de_at/news/2022/04/ey-start-up-barometer-europa-2021  
EU-Kommission: https://ec.europa.eu/info/research-and-innovation/statistics/performance-indicators/european-innovation-scoreboard_en
Invest Europe: https://www.investeurope.eu/
Handelsblatt: Ausgabe vom 10. Februar 2022, S. 26
aws: https://www.aws.at/
FTI-Stratgie der Bundesregierung: https://www.bmbwf.gv.at/Themen/Forschung/Forschung-in-%C3%96sterreich/Strategische-Ausrichtung-und-beratende-Gremien/Strategien/FTI-Strategie-der-Bundesregierung-.html
WPZ Research zum Modell eines Dachfonds: https://www.wpz-research.com/mobilisierung-und-einsatz-von-wagniskapital-im-rahmen-von-innovations-und-wachstumsfinanzierung/
WPZ Research zum Vorschlag einer Rechtsreform: https://www.wpz-research.com/rechtsform-zu-risikokapital/

 

The BeyondScale conference that took place from April 5-6 in Vienna, Austria, was the final event of the BeyondScale project and provided an overview of the tools developed in the last 2.5 years, the experiences made and the resulting guidelines and user stories, but also set the course for the next steps and developments.

Overall, 39 speakers from 15 different nations were actively involved in the event that was followed by a large number of interested participants on-site, online via Zoom and via live stream.

More information

Evaluation als innovative Komponente in einem zukunftsorientierten Qualitätsmanagement. In P. Reinbacher (Hrsg.), Qualitätsmanagement in der Krise? Paradoxien, Probleme und Perspektiven im Universitäts- und Hochschulbetrieb (S. 275-290). Weinheim: Beltz Juventa. Link

Die Twin Transition der Europäischen Kommission umfasst den Green Deal und die Digitalisierung aller Sektoren.

Für beides braucht es viele zusätzliche Technikerinnen und Techniker auf allen Ausbildungsebenen: Facharbeiterinnen und -arbeiter, HTL‑Ingenieurinnen und -Ingenieure un­­­­­­­­d Diplom‑Ingenieurinnen und Ingenieure.

Für den Green Deal benötigt alleine Österreich zigtausende Elektromonteurinnen und -monteure, Schweißerinnen und Schweißer usw., um die geplanten montageintensiven Photovoltaik-Anlagen und Windräder montieren zu können. So werden in Österreich allein für das Ziel „Fit for 55“ bis zum Jahr 2030 ca. 50.000 Elektromonteurinnen und -monteure, Schweißerinnen und Schweißer usw. gebraucht. Ebenfalls werden dringend Ingenieurinnen und Ingenieure in den Bereichen Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Chemie, Werkstoffwissenschaft, Automatisationstechnik usw. für die Umstellung der energieintensiven Stahl-, Zement‑, Papierindustrie usw. für den Umstieg von fossilen Energieträgern auf z.B. grünen Wasserstoff benötigt.

Dasselbe gilt für die digitale Transformation, die all unsere Lebensbereiche betrifft und für welche Absolventinnen und Absolventen der Fächer Informatik, Mechatronik usw. dringend benötigt werden.

Wie sieht es aber nun mit der Entwicklung dieser so dringend benötigten Fachkräfte in Österreich aus?

Seit kurzem sind die Inskriptionszahlen der österreichischen Universitäten aus dem Wintersemester 2021/22 verfügbar: Link  

Die Zeitreihen der Inskriptionen an allen österreichischen Universitäten der letzten sieben Jahre (WS 2014/15 – WS 2021/22) zeigen:

  • Insgesamt hat sich die Zahl aller ordentlichen Studierenden an allen österreichischen Universitäten im ersten Semester seit 2014 um ca. 12% verringert.
  • Seit 2014 ist die Zahl der ordentlichen Studierenden an allen österreichischen Universitäten im ersten Semester in den Ingenieurswissenschaften um ca. 34% und der Informatik um ca. 32% zurückgegangen.

Die Studienrichtungen Informatik und Technik sind die Basis, ja der Garant, für das Gelingen der Umsetzung des Green Deals wie auch für die digitale Transformation. Beides ist für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Standort Österreich besonders wichtig und kritisch. Leider zeigt sich, dass in den gerade so notwendigen Fachbereichen die Inskriptionszahlen in Österreich stark rückläufig sind.

Der Deutsche Verband Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat Anfang März 2022 eine Blitz-Umfrage bei 550 CEOs deutscher Maschinenbau-Unternehmen zur Konjunktursituation durchgeführt.

Laut dem deutschen Statistischen Bundesamt hat die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland im Jahr 2021 real um 6,4% zugelegt. Aufgrund des Ukraine-Kriegs rechnet man in Deutschland nun für das laufende Jahr 2022 nur noch mit einem Produktionsplus von 4%, anstatt mit 7% (wie noch im Herbst 2021 prognostiziert).

Zentrale Erkenntnisse der Blitz-Umfrage:

  • Die VDMA-Mitglieder erwarten, dass sich die durch Corona bereits angespannte Lage bei den Lieferketten in den nächsten 3 Monaten als Folge des Ukraine-Krieges weiter verstärken wird.
  • Auftragseinbußen/Stornierungen werden in den nächsten 3 Monaten verstärkt erwartet.
  • An zweiter Stelle bei den Problemen bleibt der Fachkräftemangel, es ist keine Entspannung in Sicht.
  • Engpässe bei Elektronikkomponenten am stärksten, eigene Zulieferungen erfolgen deutlich verzögert.
  • Gut drei Viertel der Unternehmen wollen ihre Lieferketten verändern: die meisten möchten neue Lieferanten aufnehmen, aber auch veränderte Beschaffungsprinzipien bzw. mehr Lagerhaltung einsetzen.

Mögliche Auswirkungen auf Österreich:

Deutschland ist nach wie vor der mit Abstand wichtigste Handelspartner Österreichs. Im Jahr 2020 kamen 35% aller österreichischen Importe aus Deutschland, 30,5% der österreichischen Exporte gingen nach Deutschland, an zweiter Stelle bei den Exporten sind, weit abgeschlagen, die USA mit nur 6,5%.

Bei den Exporten Österreichs nach Deutschland steht von den 10 Warengruppen „Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge“ mit 37% deutlich an erster Stelle. Eine schwache Konjunktur des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus im Jahr 2022 als Folge von Corona und Ukraine-Krieg wird sich auch auf die Industrie in Österreich auswirken.

Da österreichische Unternehmen oft auch Zulieferer zur deutschen Industrie sind, könnte Österreich sogar härter getroffen werden als die deutsche Industrie, die die Produktion einiger Zulieferteile insourcen könnte, um Fachkräfte im Krisenjahr 2022 zu halten.

Auf der Website der Expertenkommission Forschung und Innovation EFI  findet sich der Link zum druckfrischen EFI Jahresgutachten 2022: Gutachten zu Forschung, Innovation und Technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands”. 

Die Kernthemen des EFI-Jahresgutachtens 2022 sind:

  • Schlüsseltechnologien und technologische Souveränität
  • Motorisierter Individualverkehr auf dem Weg zur Nachhaltigkeit
  • Innovationen in der Plattformökonomie
  • Digitale Transformation im Gesundheitswesen.

Das Gutachten ist aus Sicht der Position von Europa und Deutschland im globalen FTI-Wettbewerb leider ernüchternd – Europa fällt im globalen FTI-Wettbewerb immer weiter zurück.

So hat China von 2002 bis 2019 die Publikationen in der Schlüsseltechnologie Produktionstechnologien um den Faktor 18,2 gesteigert, die EU nur um einen Faktor 4,8. Ähnlich ist das Bild in den Schlüsseltechnologien „Material-Technologien“ und „DIGITALE-Technologien“. Auch Korea hat sich von 2002 bis 2019 in allen FTI- Schlüsseltechnologien mehr als doppelt so viel gesteigert als die EU. Ein ähnlich ernüchterndes Bild zeigt sich für Europa und Deutschland bei den Patentanmeldungen.

Dennoch hat Deutschland eine noch immer stark positive Handelsbilanz bei den Produktionstechnologien, bei den Material-Technologien ist die Handelsbilanz Deutschlands in den Jahren 2012 bis 2019 jedoch gesunken und nähert sich der Null-Linie.

Das Gutachten ist vor der Invasion der Ukraine durch Russland erstellt worden. Der Ukraine‑Krieg ändert vieles, die Energie‑Situation in Europa, das bei den Fossilen sehr stark von Importen von Russland abhängig ist, ist völlig „disrupted“.

Die EU darf aber jetzt nicht den Fehler machen, aufgrund der extrem gestiegenen Energiepreise bei F&E zu sparen, im Gegenteil: Das Zurückfallen der EU im globalen FTI‑Wettbewerb kann nur durch eine substanzielle Steigerung der Innovations-Anstrengungen der EU aufgehalten werden.

Brigitte Ecker, Gerald Gogola, im Auftrag der FHWien der WKW.

Ziel der Begleitevaluierung war es, den Projektverlauf mit Fachexpertise zu begleiten, um unter anderem den Output des Projektes “Internationalization@home relaunched – professionell, zeitgemäß und weltoffen lehren und lernen” zu verbessern. Entsprechend gestaltete sich der Evaluierungsprozess entlang des Projektverlaufs, beginnend mit Juni 2018 bis Dezember 2021.

On 17 February 2022, the series of four international peer-learning seminars will start!

Every Thursday, there will be an international dialogue in which innovative public policy options and institutional practices effective in supporting good labour market outcomes for graduates are shared – including, for example, study and career guidance, curricula updating, and transversal skills development. Each seminar is chaired by one of the countries in the LMRO Partnership Initiative – Austria, Slovenia, Hungary, and Portugal.  

The seminars are open to everyone interested and each seminar will feature three separate thematic sessions through the day. 

Follow the links to the seminar agendas and registration:

  • 17 February – “Widening access and attracting students to fields with high labour market demand”, chaired by the Austrian Federal Ministry of Education, Science and Research – Register here
  • 24 February – “Raising study success through student support and improved career-study linkages”, chaired by the Slovenian Ministry of Education, Science and Sport – Register here
  • 3 March – “Stimulating innovation through inter-/trans-disciplinarity in education and research”, chaired by the Hungarian National Research, Development and Innovation – Register here
  • 10 March – “Supporting improvement in teaching and learning to address students’ needs and labour market demands”, chaired by the Directorate General for Higher Education (DGES) of Portugal – Register here

FH Campus Wien invites to a webinar within the Erasmus+ project BeyondScale on 17th February 2022, 14.45-16.00 CET /via Zoom.

Registration

Digitalization approached the higher education world like a wave in the course of the COVID-19 pandemic. A digital environment seems to be state of the art in higher education institutions in 2022. However, do HEIs simply react to external influences or are they proactive players in their environment? What will happen after the current crisis? Do we need a further digital boost? In this webinar, FH Campus Wien looks closer into these questions and explores the following perspectives:

Susanna Boldrino will introduce the concept of transformation and the difference between reacting to challenges and implementing planned actions. To dive deeper into the topic of transformation, Vice Rector Prof. Arthur Mettinger will discuss with Prof. Daniel Baumann from our partner university ZHAW in Switzerland what digital transformation can mean for a higher education institution. Then, Martin Setnicka and Sandra Dohr will showcase a new initiative to evaluate the maturity of a curriculum in terms of digitalization. They will discuss how such a model could be a reference point for curriculum development and how it could be used to identify critical areas.
Finally, Peter Stepanek and Susanna Boldrino will present a good practice example of the integration of digitalization in an existing curriculum. This example further shows how digitalization can be an integral part to a study area, which does not seem very digital at first glance.

 

Laufend, im Auftrag des BMBWF, in Kooperation mit dem WPZ an der Universität St. Gallen.

Das Thema „Wissens- und Technologietransfer“ ist in den vergangenen Jahren in sämtlichen FTI- und hochschulpolitischen Dokumenten (wie z.B. FTI-Strategie 2020, IP-Strategie, OI-Strategie, Hochschulplan, Leistungsvereinbarungen etc.) verankert worden, wie auch ist es jüngst ein definiertes Ziel der FTI-Strategie 2030, die Anzahl der Spin-offs in den nächsten Jahren merklich zu erhöhen, konkret „100% mehr wirtschaftlich erfolgreiche Spin-offs“ hervorzubringen. Vor diesem Hintergrund ist es Ziel der Studie, die Wirkungen des Wissens- und Technologietransfers sowie im Speziellen die Auswirkungen von Spin-offs mittels Makro-, Meso- und Mikro-Analyse zu quantifizieren und aufzuzeigen.

Sascha Sardadvar, Brigitte Ecker, im Auftrag der aws.

Die aws bietet im Programm „aws Garantie“ Unternehmen Sicherheiten, welche Banken üblicherweise von Unternehmen fordern, wenn diese Investitions- und Betriebsmittel finanzieren. Die Zielgruppe sind gewerbliche und industrielle Unternehmen aller Größen mit Sitz oder Betriebsstätte in Österreich.

Eine besondere Spezifikation im Programm „aws Garantie“ ist „Eigenkapital hebeln“, vormals „Double Equity“. Gefördert werden bis zu sechs Jahre (nach Gründung oder Übernahme) alte KMU, indem Eigenmittel, welche die KMU in ein Vorhaben einbringen, durch die Aufnahme eines Kredits verdoppelt werden, für den die aws für bis zu 80 % der Kreditsumme garantiert. Das Eigenkapital muss dabei nicht von den Unternehmerinnen und Unternehmern selbst aufgebracht werden, sondern kann auch von Dritten stammen. WPZ Research wurde beauftragt, das Programm zu evaluieren.

Great News: WPZ Research is cooperation partner of MARIHE and is ranked the number 1 internship host this year regarding the number of 1st and 2nd choice applications. Thank you so much for trust in our work and the way we go!

MARIHE is supported by the Erasmus+ Programme of the European Union (EU) under the action of an Erasmus Mundus Joint Master Degree (EMJMD). Erasmus Mundus Joint Master Degrees aim to foster excellence, innovation, and internationalisation in HEIs; to boost the attractiveness of the European Higher Education Area (EHEA) and support the EU’s external action in the field of higher education; and to improve the level of competences and skills of Master graduates and their employability.

Workshop gemeinsam mit EIT Food, aws und WPZ Research über Konzepte und Ideen sowie innovative Initiativen entlang der gesamten Nahrungskette und -produktion

EIT Food ist Europas führende Agrikultur- und FoodPlattform für führende innovative Initiativen entlang der gesamten Nahrungskette und -produktion. EIT Food arbeitet zusammen mit der Wissenschaft, Unternehmen und Startups in 13 Ländern daran, das Ernährungssystem
noch nachhaltiger, gesünder und verantwortlicher zu machen. 

Mehr über EIT Food

Das Handelsblatt hat eine Liste mit den 100 jungen innovativenUnternehmen weltweit (gegründet nach 2005) publiziert, die seit Ihrer Gründung den höchsten jährlichen Wertzuwachs in Mrd. USD p.a. erzielt haben. Details  

Die Plätze 1 bis 3 gehen alle an China. Platz 1 Pinduoduo aus CHINA wurde 2015 gegründet und hat seither einen Wertzuwachs von 16,9 Milliarden USD p.a. erzielt.

Ist eine befristete Aufhebung des Patentschutzes der Covid-19-Impfstoffe ein geeignetes Mittel zur Pandemiebekämpfung? Die Befürworter argumentieren, dass damit eine raschere Ausweitung der Produktion und Versorgung mit Impfstoffen möglich wäre. Aber welche Folgen hat eine Aufweichung des Patentschutzes für die Forschungsanreize der Unternehmen und für künftige Innovationen? Zur aktuellen WPZ Forschungsnachricht

 

 

Verena Régent, Andreas Pfaffel, Brigitte Ecker; wissenschaftliche Assistenz: Laura Dusl, Hanna Merki, im Auftrag der FH Campus Wien. 

Die FH Campus Wien stellt Überlegungen zur Einführung eines MBA-Programms im Bereich Digitalisierung im Steuer- und Rechnungswesen an. Ziel der Bedarfs- und Akzeptanzstudie war es, die Erfolgsaussichten eines solchen MBA-Programms auszuloten, wichtige Themenfelder zu identifizieren und Entwicklungspotenziale aufzuzeigen.

Laufend, im Auftrag der Innovations- und Technologietransfer Salzburg GmbH. 

Jungen, innovativen und wachstumsorientierten Unternehmen kommt eine essenzielle Rolle bei der Gestaltung des Strukturwandels zu. Allerdings sehen sich (potenzielle) Gründerinnen und Gründer zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Um Entwicklungshemmnisse frühzeitig zu bekämpfen und optimale Startvoraussetzungen für junge Unternehmen zu schaffen, sind – neben direkten finanziellen Förderungen – auch Stimulierungs- und Vernetzungsmaßnahmen, Ausbildung und Coaching, der Zugang zu nationalen und internationalen Netzwerken oder die Bereitstellung von Infrastruktur notwendig. Angesichts dessen wurden in Österreich auch zahlreiche Inkubatoren etabliert, u.a. in 2016 der Inkubator „Startup Salzburg“, dessen Programm nun nach fünf Jahren evaluiert wird.

Laufend, im Auftrag des Qualitätssicherungsrats. 

Im Rahmen der PädagogInnenbildung Neu werden seit 2014 für alle Lehramtsstudien in Österreich Aufnahmeverfahren im Rahmen der Zulassungsverfahren verpflichtend durchgeführt. Der Einsatz der Zulassungsverfahren für Lehramtsstudien wird durch das Hochschulgesetz 2005, durch die Hochschul-Zulassungsverordnung und das Universitätsgesetz 2002 geregelt. Ziel der Evaluationsstudie ist es, die aktuell eingesetzten Verfahren zu beschreiben sowie die Stärken der einzelnen Verfahren und damit Kernelemente und Erfolgsfaktoren herauszuarbeiten.

Trotz eines Rückgangs der nominalen F&E-Ausgaben von 2,40% hat Österreich 2020 die bislang höchste F&E-Quote (= Anteil der F&E-Ausgaben am BIP) erzielt. Der Grund dafür ist, dass das nominale BIP mit 4,58% noch mehr geschrumpft ist. Die F&E-Quote Österreichs lag 2020 bei 3,22 Prozent, das ist der dritthöchste Wert innerhalb der EU.[1] Nach offiziellen Daten hat Österreich somit gegenüber 2019 Deutschland (2020: 3,14%) überholt und liegt hinter Belgien (3,52%) und Schweden (3,51%) auf Rang drei.

Aufgrund der Pandemie-bedingten Rezession sind Veränderungen jedoch eher auf das BIP denn auf F&E-Ausgaben zurückzuführen. Auch die EU als Ganzes hat 2020 einen Anstieg der F&E-Quote (von 2,23 % auf 2,32 %) verzeichnet, obwohl die nominalen Ausgaben zurückgegangen sind. Bemerkenswert ist dennoch, dass Österreich seit 2014 stets über 3 % liegt und somit zu den wenigen Mitgliedstaaten zählt, die das Drei-Prozent-Ziel der EU übertreffen (neben den genannten Ländern 2020 sonst nur Dänemark).

[1] Anmerkung: Berechnet man Österreichs F&E-Quote nach den „Bruttoinlandsausgaben für Forschung und experimentelle Entwicklung“ und dem „BIP (Mio. EUR)“, wie sie heute (am 1. Dez. 2021) auf statistik.gv.at publiziert werden, ergibt sich eine F&E-Quote von 3,20 %. Der Grund für den Unterschied ist, dass das BIP für 2020 von der Statistik Austria aktualisiert wurde, von Eurostat hingegen noch nicht. Die Differenz ist also auf den Nenner (das BIP) zurückzuführen, der Zähler (die F&E-Ausgaben) basiert jeweils auf der Globalschätzung von April 2021 und ist somit identisch. Abweichungen gegenüber dem Forschungs- und Technologiebericht 2021 sind hingegen auf Aktualisierungen sowohl beim Zähler (für 2019) als auch beim Nenner (2021 und davor) zurückzuführen.

Details

 

 

Der Mangel an Risikokapital beeinträchtigt Wachstum und Krisenrobustheit. Eine neue Rechtsform könnte die Kapitalaufbringung der Beteiligungs­gesellschaften erleichtern und den Mangel an Risikokapital überwinden helfen.

Ein internationaler Vergleich zeigt, welche Rechtsformen das Beteiligungsgeschäft erleichtern. Die Vorteilhaftigkeit einer Rechtsform hängt wesentlich von der Attraktivität der damit verbundenen Besteuerung ab. Wichtig sind ein geringer bürokratischer Aufwand in der Errichtung einer Beteiligungs­gesellschaft und eine hohe Flexibilität in der Beziehung zwischen Gesellschaft und (institutionellen) Kapital­gebern. Eine Voraussetzung für das Engagement institutioneller Investoren ist zudem, dass die Anteile leicht erworben und veräußert werden können. In führenden Ländern besteht die Möglichkeit, Wagniskapitalgesellschaften als Aktiengesellschaften zu etablieren, was die Attraktivität für Investoren aufgrund der Handelbarkeit der Anteile erhöht. Die Studie empfiehlt die Einführung einer neuen, flexiblen Rechtsform nach internationalem Best Practice, um die Beteiligungsfinanzierung in Österreich anzuschieben.

Zur Kurzstudie

 

 

Die öffentlichen Ausgaben in der Pensionsversicherung haben sich in den vergangenen Jahren (auch in Relation zum BIP) deutlich erhöht und erklimmen einen historischen Höchststand von 60 Mrd. Euro. Im internationalen Vergleich (OECD) befindet sich Österreich damit auf Rang 4, was die staatlichen Gesamtausgaben für das Pensionssystem betrifft. Der Zuschuss aus Steuermitteln zum Pensionssystem erreichte 2020 einen historischen Höchststand von 24,7 Mrd. Euro.

Die Aktion Generationengerechtigkeit legt nun mit Dr. Ulrich Schuh von WPZ Research aktuelle Zahlen vor, wirft einen detaillierten Blick auf das derzeitige Pensionssystem und mahnt mutige Schritte zur Sicherung des Pensionssystems ein.

Presseaussendung

 

Medienecho (online):

Die Presse

Kurier

www.top-news.at 

www.asscompact.at

 

Das letzte HEInnovate Webinar der Herbstreihe 2021 stellt die vier Erasmus+ Forward Looking Cooperation (FLC) Projekte, die sich mit der Identifizierung, Entwicklung, Erprobung und/oder Bewertung innovativer Ansätze zur Verbesserung der Nutzung von Selbstbewertungsinstrumenten – insbesondere dem HEInnovate Tool – beschäftigen, vor. Das einstündige Webinar findet am Donnerstag, den 25. November 2021 um 17 Uhr MEZ statt. WPZ ist Koordinator des FLC Projektes “BeyondScale”.

Detailinformation und Registrierung

Die Hochschultagung 2021 steht unter dem Grundthema von post-pandemischen Veränderungen hin zur Diskussion von Internationalisierungskonzepten, die Nachhaltigkeit und Klimabewusstsein mit einschließen. Die Spannungsfelder zwischen physischer Mobilität und Umweltbewusstsein, virtueller Distanz und persönlicher Nähe sowie Wirtschaftlichkeit und Inklusion werden in Vorträgen und Diskussionsforen erörtert, um mögliche Handlungsstrategien für künftiges Tun zu entwickeln. In der Pre-Conference präsentiert Andreas Pfaffel die ersten Ergebnisse der Evaluation der vom BMBWF finanzierten Stipendien- und Forschungskooperationsprogramme abgewickelt durch den OeAD.

Präsentation der Studie „Universitäten als unternehmerisch handelnde Institutionen: Steuerungsrelevanz finanztechnischer  Instrumente und Kennzahlen“ in der uniko Forum Budget.

Der internationale Trend in Richtung „unternehmerische Universität“ ist auch von Österreichs Universitäten voll und ganz aufgenommen worden, nicht zuletzt waren die Universitäten verpflichtet, in diese Richtung Maßnahmen zu setzen, wurden hierzu in den Leistungsvereinbarungen in den vergangenen Jahren zahlreiche Ziele und Vorhaben verankert – sei es in Richtung Erhöhung von Drittmitteln, welche auch in der Universitätsfinanzierung Neu ein Incentive-Faktor ist, oder sei es den „entrepreneurial mindset“ auch in der Lehre zu verbessern.

Die Internationale Konferenz findet von 18.-20. Oktober 2021 als Hypbridveranstaltung an der Universität von Trient statt.

Ziel der Veranstaltung ist es, aktuelle Entwicklungen von Wirtschaft und Gesellschaft zu diskutieren. Wirtschaftliche Vergleichsstudien sollen dazu beitragen, unter Anwendung unterschiedlicher Ansätze und Methoden aktuelle Probleme zu analysieren. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Herausforderungen auf globaler Ebene wie auch im regionalen Raum.

In diesem Kontext präsentieren Brigitte Ecker, Verena Régent und Mara Kritzinger zum Thema „Higher education systems, transversal skills and labour markets: a comparative perspective”.

Link

Empowerment-Session von Laura Bassi 4.0 & INNOVATORINNEN (w-fFORTE): https://www.ffg.at/veranstaltung/meine-mission-zukunft-so-gehe-ich-meinen-weg-frauen-gestalten-mit-innovationen

Bei dieser Empowerment-Session von BMDW & FFG erzählen spannende Frauen aus unterschiedlichen Innovationsfeldern, weshalb sie für ihre Forschung und Innovationsideen brennen. Eine anschließende Online-Podiumsdiskussion gibt Einblicke in die tägliche Berufs- und Lebenspraxis von Gestalterinnen. Im Online-Chat gibt es die Möglichkeit für alle Teilnehmerinnen ihre Fragen zu stellen.

Die Diskutantinnen, darunter Dr. Brigitte Ecker als Leiterin der Begleiterhebung zu INNOVATORINNEN, erzählen aus ihren Erfahrungen und was es braucht „Gestalterin zu sein“. 

Am 18. und 19. Oktober 2021 findet an der Donau-Universität Krems die 3. Konferenz des Netzwerks Hochschulforschung zum Thema „Uncertainty in Higher Education – Hochschulen in einer von Volatilität geprägten Welt“ statt. Angesichts der Pandemie ist die Konferenz im Online-Modus organisiert. Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von WPZ Research sind vertreten.

So präsentiert Nino Popkhadze gemeinsam mit Magdalena Fellner und David J.F. Campbell zum Thema „Entrepreneurship and Innovation at Austrian and Georgian Higher Education Institutions: The impact of contexts on different concepts and methods of implementation”.

Verena Regent und Brigitte Ecker greifen in ihrer Präsentation das Thema „Die Vermittlung von digitalen Grund- und Querschnittskompetenzen an europäischen Hochschulen: Empirische Befunde aus Österreich, Slowenien, Ungarn und Portugal” auf.

Nähere Infos unter:  https://www.hofo.at/Konferenzen/Konferenz-2021/

Von 14. – 16. Oktober 2021 bieten die Erasmus Days 2021 die Gelegenheit, Veranstaltungen zu organisieren, Erfahrungen zu teilen oder ein Projekt bekannt zu machen. WPZ Research leitet seit November 2019 das Projekt „BeyondScale: Developing the Organisational Capacity of Higher Education Institutions using the HEInnovate platform to facilitate peer learning and a pan-European community of practice“.

Im Rahmen der Erasmus Days 2021 präsentieren wir am 14. Oktober 2021  das HEInnovate Value Propositon Canvas Tutorial. Das Video veranschaulicht, wie das BeyondScale-Projekt die verschiedenen HEInnovate-Dimensionen nutzt, um Innovationsaktivitäten in Hochschuleinrichtungen durchzuführen.

Link

In der ersten Oktoberwoche wurde vom BMBWF der Staatspreis für exzellente Lehre „Ars Docendi“ vergeben – auch für das ENGINE-Team der FH Technikum Wien.

Das Team unter Leitung von Corinna Engelhardt-Nowitzki wurde in der Kategorie „Kooperative Lehr- und Arbeitsformen” ausgezeichnet. WPZ Research führte die Begleitevaluierung zu ENGINE durch und freut sich mit dem Team der FH Technikum Wien.

Seit 2016 wurde Österreichs Sicherheitsforschungsprogramm KIRAS unter der Leitung des Instituts für Innovation und Technik (iit) gemonitort und evaluiert. Am 5. Oktober 2021 fand nun der internationale Peer Review im BMK statt. Brigitte Ecker hat diesen als Consultant von iit begleitet.

Das Verteidigungsforschungsprogramm FORTE und das zivile Sicherheitsforschungsprogramm KIRAS bilden gemeinsam die „Sicherheitsklammer“, in der sämtliche sicherheitspolitische Forschungsförderungen des Bundes zur Effizienz-Maximierung und Abwicklungskosten-Minimierung konzentriert werden.

Laufend, im Auftrag der aws. 

Die Studie wird im Auftrag der aws gemeinsam mit dem Institut FiBL Österreich und Univ.-Prof. Dr. Sigrid Stagl durchgeführt. Ziel ist es, einen Überblick über das derzeitige Lebensmittelsystem in Österreich zu geben, das Potenzial von Nachhaltigkeitsinnovationen aufzuzeigen und daraus Empfehlungen für die Gestaltung von Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen hin zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen abzuleiten.

Brigitte Ecker, Andreas Pfaffel, Verena Régent; wissenschaftliche Assistenz: Laura Dusl, im Auftrag des BMBWF. 

Für die Umsetzung der europäischen und internationalen Mobilitäts- und Kooperationsprogramme verantwortlich ist in Österreich der OeAD. Der OeAD fungiert als zentrale Servicestelle für Bildung, Wissenschaft und Forschung und ist in dieser Rolle auch beauftragt, die Stipendien zur Nachwuchsförderung des BMBWF abzuwickeln. Diese Stipendien sind Inhalt der durchzuführenden Studie.

Die Evaluierungsstudie hat das Ziel, den Mehrwert für Fördernehmerinnen und Fördernehmer der Stipendien- und Forschungskooperationsprogramme der fünf Sonderrichtlinien namens Auslandslektorate, Stipendienprogramme INCOMING, Stipendienprogramme OUTGOING, Programmstipendien und Maßnahmen zur Internationalisierung zur Förderung der Mobilität von Studierenden, Lehrenden und Forschenden an Hochschul- und Forschungsinstitutionen in Österreich sowie im Ausland näher zu betrachten. Der Evaluierungs­zeitraum umfasst die Jahre 2016–2021.

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Die Konferenz der European Higher Education Society (EAIR) findet heuer unter dem Motto “Transformation Fast and Slow: Quality, Trust and Digitalisation in Higher Education” als online Event statt.

WPZ Research ist mit einem Vortrag von Frau Dr. Verena Régent mit dem Titiel „Third mission activities and stakeholders’ trust in higher education institutions“ wie auch im Networking Space „HEInnovate – enhancing the use and usefulness of a self-reflection tool” mit dem Erasmus+ Projekt BeyondScale vertreten.

Weitere Informationen: https://www.eairweb.org/

Der Forschungsausschuss befasste sich heute mit dem Bericht für 2021, der von Wissenschaftsminister Heinz Faßmann, Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck gemeinsam vorgelegt wurde. Seine Schwerpunkte sind die COVID-19-Forschung sowie die klimarelevante Forschung in Österreich (III-329 d.B.). Die Präsentation des Berichts im Ausschuss erfolgte durch die Mitglieder des AutorInnenkollektivs Brigitte Ecker vom Forschungsinstitut Wirtschaftspolitisches Zentrum Research (WPZ) und Klaus Schuch vom Zentrum für Soziale Innovationen (ZSI).

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210705_OTS0137/forschungsausschuss-debattiert-ueber-die-forschungsausgaben-und-innovationskraft-oesterreichs 

Zum Artikel im derStandard am 26.5.2021: https://www.derstandard.at/story/2000126935668/ein-euro-in-forschung-steigert-bip-um-sechs-euro

Zur Meldung in APA Science am 2.6.2021: https://science.apa.at/power-search/300782885556540584

Zur Meldung in der Wiener Zeitung am 23.12.2020: https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wissen/forschung/2086392-Neue-Forschungsstrategie-und-milliardenschwerer-FTI-Pakt-beschlossen.html

Der Forschungs- und Technologiebericht ist ein Bericht der Bundesregierung über die Lage und Bedürfnisse von Forschung, Technologie und Innovation in Österreich und umfasst 2021 folgende Teile:

Kapitel 1: Aktuelle Entwicklungen in Forschung, Technologie und Innovation
Kapitel 2: Daten, Fakten und Trends, inklusive aktueller Schwerpunktthemen wie COVID-19-Forschung und klimarelevante Forschung
Kapitel 3: Monitoring gemäß Forschungsfinanzierungsgesetz

Zum Bericht: Forschungs- und Technologiebericht_2021

Zum Factsheet: Forschungs- und Technologiebericht 2021_Factsheet

Unter Einsatz des WPZ Innovationsmodells wurden im Auftrag des BMDW die Wirkungen der öffentlichen F&E-Ausgaben untersucht. Dabei kam WPZ zu folgenden Ergebnisse: Ein Euro an öffentlichen Mehrausgaben für die Forschung, Entwicklung und Innovation führt zu einem langfristigen BIP-Zuwachs von 6 Euro. In einem Wachstumsszenario nach dem Muster der vergangenen zehn Jahre sind daher etwa 28% des kumulativen Wachstums auf die Effekte des heimischen Innovationssystems zurückzuführen. Mit öffentlichen Forschungsausgaben, also den Ausgaben für öffentliche Grundlagenforschung, für die Forschungsprämie und für die direkten Förderungen der FFG, kann der Staat wichtige Impulse für mehr private F&E-Investitionen setzen. Damit hebt er die Fähigkeit des Innovationssystems, Wohlstand zu schaffen und neue Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Digitalisierung, Klimakrise oder Gesundheitskrise zu finden.

Zum Bericht: http://www.wpz-fgn.com/wp-content/uploads/WirkungForschungsausgaben_StudieBMDW2020531.pdf

Zur Kurzfassung: http://www.wpz-fgn.com/wp-content/uploads/WPZ-Analyse25Forschungsausgaben.pdf

im Auftrag der OECD

Neben Ungarn, Portugal und Slowenien nimmt Österreich an der „Enhancing Labour Market Relevance and Outcomes of Higher Education“ – LMRO Partnership Initiative, lanciert und gemeinsam getragen von OECD und EC, teil. WPZ Research unterstützt die Vor-Ort-Besuche an ausgewählten österreichischen Universitäten (JKU, AAU und TU Wien) sowie den internationalen Call for „Good Practices“.

Ecker, B., Dusl, L. (2021), im Auftrag der aws. 

Um die Vermarktung des österreichischen Life Science Standorts im Ausland zu unterstützen, wurde die Dachmarke „Life Science Austria (LISA)“ geschaffen, welche durch ein Programm unterstützt wird. Die Abwicklung obliegt seit 2007 der aws. Zu den Hauptaufgaben zählen der regelmäßige Auftritt unter einer gemeinsamen Dachmarke bei den wichtigsten Messen und Konferenzen der Branche sowie klassisches Marketing über Website, Broschüren, Statistiken usw. Das Programm sieht sich dabei als logische Ergänzung zu den Life Science-Förderprogrammen, die der Community zur Verfügung stehen. Die inhaltliche Ausgestaltung erfolgt in Kooperation, konkret mit den regionalen österreichischen Life Science Clustern, die ganz maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung des Programmes beitragen. Da angesichts der COVID-19-Pandemie sämtliche Außenauftritte, wie z.B. Messen im Präsenzmodus, entfallen, ist es nun Ziel, die Zeit zu nutzen und gemeinsam mit den Clustern einen „Strategieschärfungsprozess“ zu vollziehen. Die aws leitet diesen Prozess und wird dabei von WPZ Research unterstützt.

Michaela Gstrein, im Auftrag der Familie und Beruf Management GmbH. 

In Österreich werden von Seiten des Bundeskanzleramts, Bundesministerin für Frauen, Integration, Familie und Jugend, Zertifizierungen angeboten, welche Unternehmen, Gemeinden, Hochschulen etc. Familienfreundlichkeit bestätigen. Träger dieser Zertifizierungen ist die Familie & Beruf Management GmbH, welcher seit dem Jahr 2006 die Abwicklung der Auditierungen obliegt und welche den damit verbundenen Zertifizierungsvorgang begleitet.

Die Studie beleuchtet „Familienfreundlichkeit als Standortfaktor“ österreichischer Gemeiden. Dazu wurden einerseits die Entwicklungen im Zertifizierungsbereich sowie der aktuelle Zertifizierungsstand dargestellt als auch zertifizierte Gemeinden hinsichtlich insb. Bevölkerungswachstum und ökonomischer Vorteile mit jenen ohne Zertifikat verglichen. Die Studie zeigt klar den Mehrwert einer Zertifizierung auf.

Laufend, im Auftrag der FH Technikum Wien. 

Das Projekt „AI Anwenden und Verstehen“ (gefördert von MA 23) ist eine von der FH Technikum Wien geführte Wissensdrehscheibe und zielt auf die Aufdeckung potentieller Nutzen und Risiken durch Artificial Intelligence in Unternehmen ab. Inhaltlich bestimmt durch Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in diesem Vorhaben Wissenselemente zur Verfügung gestellt sowie Forschung und Praxis miteinander verbunden. WPZ Research ist für die Begleitforschung verantwortlich sowie trägt zum Aufbau eines Fördernavigators auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene bei.

Die Wissensdrehscheibe AI Anwenden & Verstehen ist online verfügbar und bietet Grundlagenwissen und Anwendungsbeispiele in Sachen Artificial Intelligence und Robotik.

Horizon Europe 2021-2024 samt Investitionsstrategie und Schwerpunktbildung für die kommenden Jahre ist veröffentlicht.

Im  Vorgängerprogramm Horizon 2020  konnte Österreich insgesamt 1,78 Mrd. Euro einwerben, was rund 2,8% aller zugeteilten Mittel entspricht. Österreich hat damit mehr Mittel einwerben können,  als es selbst einzahlte. Mit insgesamt 4.627 Horizon 2020-Projekten liegt Österreich am zehnten Platz unter den europäischen Ländern. Die Performance von österreichischen Institutionen und Wissenschafterinnen und Wissenschaftern um europäische Forschungsförderungsgelder ist damit durchaus als sehr erfolgreich anzusehen. Diesen Erfolg gilt es nun auch in Horizon Europe fortzusetzen.

The Midterm Conference of the project BeyondScale, co-funded by Erasmus+ and hosted by the University of Ruse, Bulgaria took place on March 23, 2021.
Programme and Conference Proceedings are available for download.

Keuschnigg, C. und Sardadvar, S. (2021), im Auftrag des BMF.

Der Mangel an Risikokapital beeinträchtigt Wachstum und Krisenrobustheit. Eine neue Rechtsform könnte die Kapitalaufbringung der Beteiligungs­gesellschaften erleichtern und den Mangel an Risiko- und Wagniskapital überwinden helfen. Ein internationaler Vergleich zeigt, welche Rechtsformen das Beteiligungsgeschäft erleichtern. Die Vorteilhaftigkeit einer Rechtsform hängt wesentlich von der Attraktivität der damit verbundenen Besteuerung ab. Wichtig sind ein geringer bürokratischer Aufwand in der Errichtung einer Beteiligungs­gesellschaft und eine hohe Flexibilität in der Beziehung zwischen Gesellschaft und (institutionellen) Kapital­gebern. Eine Voraussetzung für das Engagement institutioneller Investoren ist zudem, dass die Anteile leicht erworben und veräußert werden können. In führenden Ländern besteht die Möglichkeit, Wagniskapitalgesellschaften als Aktiengesellschaften zu etablieren, was die Attraktivität für Investoren aufgrund der Handelbarkeit der Anteile erhöht. Die Studie empfiehlt die Einführung einer neuen, flexiblen Rechtsform nach internationalem Best Practice, um die Beteiligungsfinanzierung in Österreich anzuschieben.

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Ecker, B., Gogola, G., Nellessen, V., Sardadvar, S. (2021), im Auftrag der aws.

Das AplusB Scale-up Programm wurde im Jahr 2016 in Österreich ins Leben gerufen, als Weiterentwicklung des im Jahr 2002 gestarteten AplusB (Academia plus Business) Förderprogramms. Ziel beider Programme war und ist es, Unternehmensgründungen aus dem akademischen Umfeld zu unterstützen. Durch AplusB Scale-up sollen nun insbesondere forschungs-, technologie- und innovationsbasierte Gründungsvorhaben aus dem Wissenschaftssektor, die hohes Wachstumspotenzial besitzen, stimuliert und realisiert werden. AplusB Scale-up unterstützt dabei die aktuelle FTI-Strategie des Bundes und gehört zu den sichtbarsten und bekanntesten Flagship-Programmen in Österreich.

Die vorliegende Zwischenevaluierung fokussiert auf verschiedene Themenbereiche, die im Zentrum der Programmförderung stehen. Dazu gehören die Leistungen und Angebote der einzelnen Inkubatoren sowohl im Bereich der Bewusstseinsbildung als auch im Bereich der Ausbildung und des Coachings der Gründungsteams. Für die Evaluierung werden unterschiedliche qualitative und quantitative Methoden der empirischen Wirtschafts- und Sozialforschung kombiniert. Der Analyseschwerpunkt liegt dabei auf den Leistungen der Inkubatoren im Hinblick auf die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen sowie auf der tatsächlichen Erreichung bzw. Erreichbarkeit der im Programmdokument gesetzten Programmziele.

Sardadvar, S., Schuh, U., Wakolbinger, F. (2021)

im Auftrag der WKÖ

Die Studie verfolgt in methodischer Hinsicht einen ähnlichen Ansatz wie Bambalaite et al. (2020), beruht allerdings auf aggregierten Daten aus den nationalen Leistungs- und Strukturerhebungen von 14 EU-Ländern inkl. Österreich (Eurostat, 2021) und dem Indikator der Regulierungsintensität von von Rueden und Bambalaite (2020). Sie analysiert den Effekt der Regulierungsintensität auf die Produktivität, die Beschäftigung, die Investitionsintensität und das Wachstum der Wertschöpfung im Krisenzeitraum 2008/2009. Insbesondere im Hinblick auf die Produktivität kann dabei das Ergebnis von Bambalaite et al. (2020), wonach Regulierung diese negativ beeinflusst, nicht bestätigt werden.

Ecker, B., Kottmann, A. (2021)

im Auftrag der Donau-Universität Krems

Angesichts dessen, dass es Ziel ist, dass der Uni-KV in Zukunft auch an der Universität für Weiterbildung Krems angewandt wird, trug WPZ Research in Kooperation mit CHEPS zur Überarbeitung der Richtlinie zur „Assoziierten Professur“ bei. Die Überarbeitung erfolgte dabei u.a. auf Basis der bereits durchgeführten Evaluierung des Karrieremodells „Assoziierte Professur“.

Keuschnigg, C., Gogola, G., Johs, J., Kritzinger, M., Sardadvar, S. (2020)

im Auftrag des BMDW

Die Studie geht der zentralen Frage nach: Wie groß sind die Wirkungen der öffentlichen F&E-Ausgaben? Der Einsatz des WPZ Innovationsmodells liefert für die makroökonomischen Auswirkungen folgende Ergebnisse: Ein Euro an öffentlichen Mehrausgaben für die Forschung, Entwicklung und Innovation führt zu einem langfristigen BIP-Zuwachs von 6 Euro. In einem Wachstumsszenario nach dem Muster der vergangenen zehn Jahre sind daher etwa 28 % des kumulativen Wachstums auf die Effekte des heimischen Innovationssystems zurückzuführen. Mit öffentlichen Forschungsausgaben, also den Ausgaben für öffentliche Grundlagenforschung, für die Forschungsprämie und für die direkten Förderungen der FFG, kann der Staat wichtige Impulse für mehr private F&E-Investitionen setzen. Damit hebt er die Fähigkeit des Innovationssystems, Wohlstand zu schaffen und neue Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Digitalisierung, Klimakrise oder Gesundheitskrise zu finden.

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