Die Industriellenvereinigung und der Qualitätssicherungsrat für Pädagoginnen- und Pädagogenbildung laden zur Veranstaltung „PädagogInnenbildung am Prüfstand. Ist sie tauglich für die Zukunft?“ am Mittwoch, 25. Januar 2023, 18:15 bis 20:15 Uhr im Haus der Industrie, Schwarzenbergplatz 4, 1031 Wien, ein.
Mit dem Bundesrahmengesetz zur Einführung einer neuen Ausbildung für Pädagoginnen und Pädagogen im Jahr 2013 wurden zentrale legistische Weichen in der PädagogInnenbildung gestellt. Im Rahmen der Veranstaltung werden die umfassenden Evaluierungsergebnisse präsentiert und neue Inhalte einer modernen und zukunftsgerichteten Aus- und Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen sowie die Weiterentwicklung der PädagogInnen-Profession diskutiert.

Studienautor und Leiter der Evaluationsstudie Dr. Andreas Pfaffel, WPZ Research, wird im Rahmen der Podiumsdiskussion die Studienergebnisse präsentieren.

Photo: Istock

Im Rahmen unseres Projekts „Nachhaltigkeitsinnovationen & Transformation von Lebensmittelsystemen“ im Auftrag der aws durften wir schon mit ProjectTogether zusammenarbeiten, um ihre Ansätze kennenzulernen und u.a. ihren Spirit nach Österreich zu bringen. Auch waren wir im Dezember beim Retreat in Berlin dabei. Die Auszeichnung beim World Economic Forum (WEF) 2023 in Davos ist großartig und wir freuen uns mit dem gesamten ProjectTogether Team über den Schwab Foundation’s Collective Social Innovation Award 2023. Herzlichen Glückwunsch!

Photo: Project Together,  https://projecttogether.org/schwab-foundation-award/

Bruno Lindorfer und Sascha Sardadvar, 19. Jänner 2023.

Eine der offenen Fragen der Makroökonomik betrifft die seit Jahrzehnten zu beobachtende Verlangsamung des Produktivitätswachstums (Produktivität = Arbeitsstunden / BIP) in den etablierten Industriestaaten, darunter Österreich. Dazu gibt es verschiedene Hypothesen, bis hin zur Frage der Messung selbst. Eine Hypothese, die zunehmend Aufmerksamkeit erhält, geht von einem abnehmenden Grenzertrag von F&E aus. Es wird zwar immer mehr in F&E investiert, aber auch außerhalb der Makroökonomik verstärkt sich der Eindruck, dass die großen Innovationen ausbleiben, darunter solche, die alten Vorhersagen zufolge längst existieren sollten: Fusionsreaktoren, AIDS-Impfung, selbstfahrende Autos…

In einem kürzlich in Nature erschienen Artikel stellen Michael Park, Erin Leahey und Russel J. Funk in umfassenden, quantitativen Analysen von 25 Millionen wissenschaftlichen Publikationen sowie 3,9 Millionen Patenten im Zeitraum 1945‑2010 fest, dass der Anteil disruptiver Innovationen seit 1950 deutlich gesunken ist und weiter sinkt. Das bedeutet, dass es seit 1950 eine Verlangsamung im Technologietransfer gibt, womit die Umsetzung von Grundlagenforschungsergebnissen in innovative Waren und Dienstleistungen gemeint ist. Anders formuliert: Man braucht immer mehr Einsatz, um zum gleichen Innovationsgrad zu gelangen.

Man könnte das Phänomen auch als Verlängerung der Zeiträume von einem Kondratjew‑Zyklus zum nächsten bezeichnen. Der Ökonom Kondratjew fand, dass grundlegende, neue technische Erkenntnisse massive, positive Wachstumszyklen auslösen können (die Kondratjew‑Zyklen) und zu einer längeren Phase steigender Produktivität und im Idealfall auch Wohlstand führen. Der erste große Kondratjew-Zyklus wurde 1800‑1847 durch die Erfindung der Dampfmaschine ausgelöst. Der zweite große Kondratjew‑Zyklus wurde 1847‑1893 durch die großtechnische Herstellung von Stahl und die Eisenbahn ausgelöst usw.

In oben genannter Studie versuchen die Autoren und die Autorin, Erklärungen für die Ursachen der Verlangsamung des Technologietransfers von der Wissenschaft in innovative Produkte zu geben, müssen aber konstatieren, dass es keine schlüssige Erklärung gibt und vieles noch im Unklaren liegt. Zusätzlich zu den in der Publikation genannten möglich Ursachen könnten folgende Ursachen für die beobachtete Verlangsamung des Technologietransfers verantwortlich sein:

  1. Publikations‑„Inflation“: Die Anzahl der wissenschaftlichen Publikationen und Patent‑Anmeldungen steigt seit 1950 permanent stark an, wodurch es für Umsetzer und Entrepreneure immer schwieriger wird, die Spreu vom Weizen zu trennen
  2. Privatisierung und Kommerzialisierung der Forschung: Wissenschaft und Forschung wird immer mehr zum Geschäft, wo es primär ums Geld geht. Wenn es primär ums Geld geht, geht Umsatz oft vor Qualität, d.h. mehr Masse als Klasse

Eine Lösung des Problems – wenn es denn besteht – ist nicht in Sicht. Zum Beispiel die Frage der Rolle des Staats: In einem Leitartikel zum Thema schreibt der Economist 2013, der Staat solle Unternehmen möglichst nicht im Wege stehen, wenn er Innovationen ermöglichen will. Spätestens seit Mariana Mazzucatos einflussreichen Buchs zur positiven Rolle des Staats im Bereich der Innovationen, das im selben Jahr erschien, wird wieder für eine stärkere Rolle des Staates argumentiert. Keine Zweifel besteht höchstens darin, dass es noch viel zu erfinden gibt.

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The next HEInnovate webinar will take place on Thursday, the 26th January 2023 at 5pm CET and explore the system to assess the degree of digitisation of a (higher) education institution that was developed by the University of Ruse, Bulgaria – our project partner in the Erasmus+ project BeyondScale. Three contributors from the University will share their experience and work in the development and delivery of this initiative,  and provide insight into an education4.0 classroom design during the webinar.

Further information: https://heinnovate.eu/en/events-webinars/heinnovate-webinar-system-determining-degree-digitisation-higher-education

2023 ist das „European Year of Skills“. In einem Buchbeitrag befassen sich Verena Régent und Brigitte Ecker mit der Rolle von “transversalen Kompetenzen” in den Hochschulsystemen von Österreich, Irland und Portugal. Das “Routledge Handbook on Comparative Economic Systems”, herausgegeben von Bruno Dallago und Sara Casagrande, wurde soeben veröffentlich.

Link

The Routledge Handbook of Comparative Economic Systems examines the institutional bases of economies, and the different ways in which economic activity can function, be organized and governed. It examines the complexity of this academic and research field, assessing the place of comparative economic studies within economics, paying due attention to future perspectives, and presenting critically important questions, analytical methods and relative approaches. This complements the recent revival of the systemic view of economic governance, which was accelerated by the COVID-19 pandemic and likely even more the renewed East-West clash epitomized by the Russian invasion of Ukraine and the West’s reaction to it.