14 Sep. European Innovation Scoreboard 2026: Österreich wieder auf Rang acht
Österreich belegt im European Innovation Scoreboard (EIS) 2026 erneut Rang acht und zählt damit weiterhin zur Gruppe der „starken Innovatoren“, das gilt für den gesamten im EIS 2026 berücksichtigten Zeitraum 2019 bis 2026. Allerdings hat sich Österreichs Vorsprung gegenüber dem EU-Durchschnitt in diesem Zeitraum verringert, von 117,4 % auf 113,1 % – zugleich ist der Rückstand auf die Schwelle von 125 %, über der ein Mitgliedstaat zu den Innovationsführern gezählt wird, größer geworden.
Die Analyse von WPZ Research zeigt, dass sich die Innovationsleistungen der EU-Mitgliedstaaten insgesamt zunehmend angleichen. Entsprechend sind auch die Rangpositionen im EIS mittlerweile bemerkenswert stabil. Österreichs stabile Positionierung ist Ausdruck einer allgemeinen Konsolidierung. Es gibt im laufenden Jahrzehnt kaum Positionsveränderungen, und die einzelnen Gesamtindexwerte tendieren statistisch immer mehr zum Mittelwert der EU.
Etwas ungewohnt weist die aktuelle Ausgabe des EIS aus Sicht von WPZ Research methodische Schwächen auf. Sieben Indikatoren basieren auf der zweijährlichen Innovationserhebung (CIS). Vier dieser Indikatoren beruhen im EIS 2026 auf dem CIS 2022 (Erhebungszeitraum: 2020 bis 2022), drei weitere stammen offiziell aus dem CIS 2024. Für einige Länder, darunter Österreich, liegen jedoch keine Daten aus dem CIS 2024 vor, sodass für diese die Daten des CIS 2022 herangezogen werden. Tatsächlich wirkt sich dies rechnerisch zum Nachteil Österreichs aus, diese Umstände sollten bei der Interpretation des Rückfalls nach Prozentpunkten berücksichtigt werden.
Positiv festzuhalten ist: Österreich verfügt weiterhin über besondere Stärken, etwa bei den attraktiven Forschungssystemen und der Vernetzung von Unternehmen. Bei vielen anderen Indikatoren – vor allem im Unternehmenssektor – zeigt sich jedoch nach wie vor ein dringender Aufholbedarf.