22 Sep. DeGEval 2026: Dynamiken, Transformationswirkungen und Programmlernen
Vom 23. bis 25. September 2026 findet in Frankfurt am Main die 29. Jahrestagung der DeGEval – Gesellschaft für Evaluation e.V. statt. Die Tagung steht unter dem Thema „Evaluation und Zeit“ und wird in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche zeitliche Perspektiven der Evaluation und die Frage, wie zeitliche Anforderungen, Wirkungsverläufe und Veränderungen in Evaluationsprozessen berücksichtigt werden können.
Session „Dynamiken, Transformationswirkungen und Programmlernen“
Am Donnerstag, 24. September 2026, von 14:30 bis 16:00 Uhr widmet sich Session-Block B3 dem Thema „Dynamiken, Transformationswirkungen und Programmlernen“. Die Session wird von Dr. Brigitte Ecker, WPZ Research, geleitet.
Evaluationen bewegen sich immer im Spannungsfeld zwischen dem Anspruch auf fundierte Analyse und dem Druck, zeitnah steuerungsrelevante Erkenntnisse zu liefern. Doch was passiert, wenn der Gegenstand selbst – ein transformationsorientiertes Programm – ganz eigenen zeitlichen Logiken folgt? Und wie lassen sich Wirkungen sichtbar machen, die sich über Jahre oder Jahrzehnte entfalten?
Die Session beleuchtet Zeit als zentrale, aber oft unterschätzte Dimension der Evaluationspraxis – anhand zweier Fälle, die unterschiedliche Zeitskalen und methodische Zugänge in den Blick nehmen.
Der erste Beitrag umfasst die Begleitevaluation des 7. Energieforschungsprogramms und zeigt, wie Zeit auf mehreren Ebenen zur zentralen Herausforderung wird: als Dimension soziotechnischer Transformation, als Taktgeber politischer Entscheidungsfenster und als Gestaltungselement im Evaluationsdesign selbst.
Der zweite Beitrag wechselt die Perspektive – von der begleitenden zur retrospektiven Evaluation, von der Transformationsdynamik zur langfristigen Wirkungsentfaltung. Am Beispiel der FFG-Basisprogramme wird gezeigt, wie eine Evaluation den Zeitraum von über einem Jahrzehnt methodisch erschließen kann.