Closing the Innovation Gap: Designing Optimal Policy in Europe

Am 11. Mai hat Christian Keuschnigg auf der jährlichen «ZEW Public Finance» Tagung in Mannheim eine neue Forschungsarbeit über «Closing the Innovation Gap. Designing Optimal Policy in Europe» vorgestellt. Der Draghi-Report beklagt einen Mangel an bahnbrechenden Innovationen in Europa und einen zunehmenden Produktivitätsrückstand zu den USA. Aber wie liesse sich Innovation in eine radikalere Richtung lenken? Die Arbeit schlägt folgende Stossrichtungen vor: (i) kräftige Investitionen in die Grundlagenforschung; (ii) eine Konzentration der F&E-Förderung für junge Unternehmen auf die besonders F&E-intensiven Start-ups, und (iii) F&E-Förderung für die etablierten Unternehmen. Eine solche Politik steigert nicht nur das Volumen, sondern auch die Qualität der F&E und lenkt die Innovation in eine ehrgeizigere Richtung. Eine direkte Förderung von Wagniskapital ist nicht vordringlich. Viel wichtiger ist, mehr von den besonders innovativen Start-ups hervorzubringen, um die Nachfrage nach Wagniskapital zu stärken. Denn nur diese eignen sich für Wagnisfinanzierung. Simulationsergebnisse zeigen, dass damit starke Produktivitätssteigerungen und Wachstumseffekte möglich wären und auch der Markt für Wagniskapital kräftig zulegen würde.

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