Licht ins Dunkel wirtschaftlicher Prozesse

DSGE-Modelle

Das Geschehen in der Wirtschaft ist äußerst komplex; aus dem Handeln von unzähligen Akteuren sowie unerwarteten Einflüssen ergeben sich die wirtschaftlichen Ereignisse, welche die Schlagzeilen der Medien füllen. Modelle bilden Teilaspekte der Wirtschaft nach und helfen, Licht ins Dunkel wirtschaftlicher Prozesse zu bringen.

Dynamic Stochastic General Equilibrium (DSGE) ist eine Modellierungstechnik, die stark in der Volkswirtschaft verwurzelt ist und komplexe Wechselwirkungen und Abhängigkeiten darstellen kann. Mittels fortgeschrittener mathematischer Methoden werden diese Modelle simuliert.

Dadurch ist es möglich, die Effekte von externen Schocks (wie z.B. einem Preisanstieg von Importen) oder politischen Eingriffen abzuschätzen. Mithilfe von Methoden aus der bayesianischen Statistik kann die Stärke von strukturellen Zusammenhängen anhand von Daten aus der Vergangenheit geschätzt werden, was eine realitätsgetreuere Abbildung ermöglicht.

 

Unsere Leistung

WPZ Research entwickelt gemeinsam mit dem Wirtschaftspolitischen Zentrum (WPZ) an der Universität St. Gallen unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg DSGE-Modelle und setzt diese Modelle ein, um Begebenheiten der Wirtschaft zu analysieren, das wirtschaftliche Geschehen zu antizipieren und damit einen Anhaltspunkt für politische Entscheidungen zu bieten. Des Weiteren unterstützt Univ.-Prof. Dr. Viktor Steiner, Professor für Empirische Wirtschaftsforschung und Wirtschaftspolitik an der Freien Universität Berlin, als Research Associate am WPZ Research den Kompetenzaufbau in der Modellentwicklung.

 

Anwendungsbereiche

  • Öffentliche Finanzen und Staatsverschuldung
  • Innovationspolitik, Unternehmens- und Faktorbesteuerung
  • Finanzwirtschaft und Kapitalmärkte

Bank and Capital Market Regulation: A Quantitative Analysis for Austria

laufend, unter der Leitung von Univ.-Prof. Christian Keuschnigg
finanziert vom Jubiläumsfonds der OeNB

This project aims at developing a DSGE model of Austria with a detailed financial sector consisting of banks and a capital market. It quantitatively investigates three reform scenarios: (i) a tax reform that reduces the debt bias in corporate taxation thereby raising the capital ratio of firms and banks; (ii) the countercyclical capital buffers like in Basel III, which are designed to reduce the inherent procyclicality of bank regulation; (iii) the European project of a capital markets union, which strengthens alternative financing sources such as stock markets or venture capital that currently play a minor role in Austria.